Für ein strahlendes Lächeln

So pflegen Sie Ihre Zähne richtig

Mit einem strahlenden Lächeln kann man Herzen gewinnen. Es steigert den Sympathiefaktor ungemein. Eine Voraussetzung dafür ist, neben einer ausgewogenen Ernährung natürlich, dass die Zähne im Mund gesund und sauber sind. Gute tägliche Zahnpflege nimmt pro Tag zwar nur wenige Minuten in Anspruch, dennoch wird sie oftmals viel zu sehr vernachlässigt oder – was mindestens genauso schlimm ist – nur schlampig durchgeführt. Dabei wäre es so einfach, seine Zähne dauerhaft gesund zu halten. Es gehören nur ein wenig Geduld und Genauigkeit dazu.

Häufige Fehler beim Zähneputzen

Fehler beim Zähneputzen

Der größte Fehler, der beim Zähneputzen gemacht werden kann, ist natürlich, dass nicht gründlich genug geputzt wird. Oftmals ist das dann der Fall, wenn die Zahnpflege nur nebenbei, z. B. während des Kaffeeaufsetzens am Morgen, geschieht. Stattdessen sollte man sich eine Reihenfolge angewöhnen, die man bei jedem Zähneputzen Schritt für Schritt verfolgt.

Ein weiterer, sehr häufiger Fehler ist ein zu festes Andrücken. Kraft sollte bei der Mundhygiene keine Rolle spielen. Wer glaubt, durch festes Schrubben die Zähne besonders gründlich zu reinigen, der irrt sich. Mit Kraftaufwand kann sogar das Gegenteil bewirkt werden, wenn der Zahnschmelz angegriffen und das Zahnfleisch verletzt wird. Entzündungen und eine größere Anfälligkeit für Kariesbildung könnten die Folge sein.

Oftmals erfolgt die Reinigung der Zähne nur oberflächlich. Es sieht alles sauber aus, doch die Zahnzwischenräume werden vergessen. Doch gerade dort bilden sich sehr gerne Zahnstein und Karies. Deshalb ist die Verwendung von Zahnseide oder bei größeren Zahnzwischenräumen kleinen Interdental-Bürstchen so wichtig. Nicht nur die vorderen Zähne, sondern auch die hinteren Backenzähne müssen entsprechend gepflegt werden. Besonders zu empfehlen ist gewachste Seide, die nicht so scharf ist und nicht ins Zahnfleisch einschneidet.

Bei der Zahnpasta sollte man im übrigen nicht immer auf dieselbe Marke setzen. Die verschiedenen Produkte enthalten oftmals unterschiedliche Mineralien, was den Zähnen gut tun kann.

Das tägliche Putzen der Zähne will gelernt sein

Zähneputzen will gelernt sein

Zähneputzen kann doch jeder – möchte man meinen. Doch dem ist nicht so.

Zur richtigen Zahnpflege gehört auch, dass man sie von Kindesbeinen an beigebracht bekommt. Sobald die Kinder erste Zähnchen bekommen, müssen diese durch tägliche Pflege geschützt werden. Zu Beginn reicht das Abwischen mit einem feuchten Baumwolltuch, sobald jedoch mehrere Zähne durchgebrochen sind, sollte eine spezielle Bürste für Kinder mit besonders kleinem Kopf, und sehr weichen Borsten und eine nicht zu scharfe Zahnpasta verwendet werden. Eltern sollten ihren Kindern mit gutem Beispiel vorangehen und ihnen zeigen, wie die Zähne richtig geputzt werden.

Eine bewährte Technik ist die sogenannte Kai-Methode, bei der zuerst die Kauflächen bis ganz nach hinten, dann die Zahnaußenseiten und abschließend die Innenseiten geputzt werden. Wesentlich wichtiger als die Reihenfolge ist jedoch, dass jeder Zahn auch wirklich drankommt. Ein Schrubben von links nach rechts ist absolut zu vermeiden, stattdessen sind leicht kreisende Bewegungen zu bevorzugen. Noch besser ist die Fegetechnik, bei der die Bürste am unteren Zahnrand angesetzt wird und wie mit einem Feger vom Zahnfleisch ausgehend weggebürstet wird.

Allgemein sollten beim Putzen nicht nur die Zahnflächen, sondern auch das Zahnfleisch berücksichtigt werden, denn auch dort können sich Ablagerungen ansammeln. Also immer auch über das Zahnfleisch bürsten, allerdings nur mit möglichst geringem Druck, damit es nicht verletzt wird.

Zum Abschluss einer jeden gründlichen Zahnpflege gehört die Verwendung von Zahnseide oder kleinen Bürstchen (sog. Interdentalbürsten) für die Zwischenräume. Die Zahnseide dabei nicht einfach gerade durch die Zähne ziehen, sondern in einem leichten Winkel, sodass sie die Zahnränder großflächiger abdecken kann, Außerdem sollte sie nicht nach vorn und zurück gezogen werden, sondern nur in einer Richtung. Anschließend noch einmal gründlich ausspülen, und schon sind die Zähne wieder sauber und es darf gestrahlt werden.

Wie lange sollte das Zähneputzen dauern

Viele Menschen kennen die Regel, wonach die Mundhygiene drei Minuten dauern sollte. Doch diese Zeitangabe ist nicht unbedingt ein sinnvoller Maßstab: Es kommt nämlich nicht auf die Dauer, sondern auf die Gründlichkeit an. Deshalb sollten die Zähne so lange geputzt werden, bis wirklich jeder Zahn, d. h. auch die gerne vernachlässigten hinteren Backenzähne, gereinigt und auch die Zahnzwischenräume behandelt wurden.

Speziell bei Kindern können Zeitvorgaben hingegen sehr sinnvoll sein, da sie oftmals selbst schlecht einschätzen können, ob die Reinigung schon gründlich genug war oder nicht. Zeitmesser wie z.B. eine Sanduhr o.Ä. können bei der Zahnpflege für Kinder ein gutes Hilfsmittel sein.

Regelmäßig zum Zahnarzt, auch ohne Beschwerden

Zahnarzt

Viele Menschen haben Angst vor dem Zahnarzt und manch einer geht sogar erst dann zum Zahnarzt, wenn er Beschwerden hat. Zur optimalen Zahnpflege gehört ein regelmäßiger Zahnarztbesuch mindestens einmal pro Jahr dazu. Schwangere und Menschen mit von Natur aus schlechteren Zähnen sollten sogar öfter zum Spezialisten gehen. Er kontrolliert, ob die bisherige Pflege ausreicht, kann Plaque entfernen und mögliche Schädigungen, wie z. B. Karies, frühzeitig erkennen und beheben, bevor sie einen größeren Schaden anrichten. Außerdem wird im Zuge der Untersuchung schädlicher Zahnstein entfernt – die Zahnsteinentfernung ist einmal pro Jahr Bestandteil der kassenzahnärztlichen Vorsorgemaßnahmen. Darüber hinaus kann eine ausführlichere professionelle Zahnreinigung sinnvoll sein – die meisten Zahnärzte empfehlen die PZR ein bis zwei mal im Jahr. Die Kosten hierfür liegen je nach Aufwand im Schnitt bei rund 80-100 Euro und werden üblicherweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Hier kann eine private Zahnzusatzversicherung eine sinnvolle Ergänzung sein.

Welche Zahnbürste ist die richtige?

Die Auswahl an unterschiedlichen Zahnbürsten ist enorm. Vom großen oder kleinen Bürstenkopf über weiche oder harte Borsten bis hin zum flexiblen oder harten Bürstenstiel werden alle Vorlieben bei der Zahnpflege zur Genüge bedient. Wichtig ist, dass der Kopf nicht zu groß ist, damit auch die hintersten Zahnstellen gut erreicht werden können. Ein flexibler Bürstenkopf kann dabei sehr hilfreich sein, außerdem gibt er bei einem zu starken Andrücken nach. Bei vielen Zahnbürsten sind die Borsten zu grob und scharfkantig. Zum Schutze des Zahnfleisches und auch des Zahnschmelzes sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sie abgerundet sind und sich beim Putzen angenehm anfühlen.

Welche Zahnbürste die richtige ist, hängt von den individuellen Empfindungen ab und vor allem davon, wie gründlich geputzt wird. Gezackte Bürstenköpfe oder integrierte Zahnfleischstimulatoren sind eine Spielerei, sorgen aber nicht dafür, dass die Zähne sauberer werden. Die Gründlichkeit der Zahnreinigung hängt ganz alleine vom Putzverhalten der jeweiligen Person selbst ab.

Aus diesem Grund ist es auch nicht möglich zu sagen, ob eine elektrische Zahnbürste oder eine Handzahnbürste besser ist. Die elektrische Zahnbürste ist sicher die bequemere Variante und die hochwertigen Modelle (z.B. Schallzahnbürsten) reinigen auch sehr gründlich. Für Menschen, die sich mit der Zahnhygiene etwas schwer tun, ist eine elektrische Bürste sicher die bessere Wahl. Doch auch die Handzahnbürste hat ihre Vorteile: Sie liegt durch die fehlende Vibration und die schlankeren Maße angenehmer in der Hand und ist flexibler in der Anwendung.

Solange die Borsten abgerundet sind, spielt es also keine Rolle, wie die Zahnbürste aussieht. Es kommt auf die Art der Anwendung an, ob sie ihren Zweck – eine gründliche Zahnreinigung – erfüllt.