1. Kann ich mich noch versichern, wenn bereits festgestellt worden ist, dass Behandlungsbedarf besteht?

Das ist die wohl meist gestellte Frage überhaupt. Klare Antwort: Nein (mit einer Ausnahme - siehe unten *)

Wenn der Zahnarzt bereits festgestellt hat, dass eine Behandlung notwendig ist, dann ist der sog. „Versicherungsfall“ bereits eingetreten und kann nicht mehr versichert werden. Falls Sie unsicher sind, ob das der Fall ist, sollten Sie bei Ihrem Zahnarzt nachfragen, ob und ggf. was er in Ihrer Patientenakte vermerkt hat.

Wenn momentan alle im Mund vorhandenen Versorgungen (z.B. Füllungen, Kronen o.Ä.) voll intakt sind und Ihr Zahnarzt lediglich ganz allgemein darauf hingewiesen hat, dass z.B. Füllungen oder Kronen nicht ewig halten werden und irgendwann in unbestimmter Zeit ausgetauscht werden müssen, dann ist damit natürlich noch kein Versicherungsfall eingetreten und Sie können diese vorhandenen Zahnersatzversorgungen noch problemlos mit versichern. Ihr Zahnarzt müsste das im Falle von Rückfragen natürlich auch genau so bestätigen.

Eine Zahnzusatzversicherung sollte man daher immer rechtzeitig abschließen, also zu einem Zeitpunkt, wo im Gebiss noch alles in Ordnung ist - dann profitieren Sie langfristig am meisten von einer Versicherungslösung.

 

* Ausnahme: eine Zahnzusatzversicherung leistet auch für laufende Behandlungen

Die ERGO-Direkt bietet seit einiger Zeit den Tarif Zahnersatz-Sofort an - das ist der einzige Tarif am Markt, der auch bei bereits begonnener oder angeratener Zahnersatz-Maßnahme noch leistet. Allerdings ist die Leistung des Tarifes (Verdoppelung des gesetzlichen Festzuschusses) nicht so hochwertig und man muss gut durchrechnen ob sich dieser Tarif lohnt.

Nähere Infos zu dieser Zahnzusatzversicherung gibt es hier: ERGO Direkt Zahnersatz-Sofort (ZEZ)

2. Ist der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung während laufender Behandlung möglich?

Das kommt darauf an, welche Fragen zum Zahnzustand der Versicherer im Antrag genau stellt:

Problemlos ist der Abschluss auch bei laufender Behandlung möglich, wenn der Versicherer das Thema im Antrag gar nicht abfragt.

Das ist beispielsweise der Fall bei folgenden Anbietern:

  • R+V
  • Universa
  • Württembergische
  • ERGO-Direkt Versicherungen
  • Deutsche Familienversicherung (DFV)
  • Münchener Verein

Problematischer wird es im Normalfall, wenn der Versicherer im Antrag gezielt fragt, ob derzeit eine Behandlung läuft, angeraten oder geplant ist.

In diesem Fall gibt es Unterschiede in der Annahmepolitik.

Manche Versicherer fragen die laufende Behandlung im Antrag ab und nehmen trotzdem auf (dann natürlich mit einem Leistungsausschluss für die laufende Behandlung):

  • Janitos
  • Hanse-Merkur

Andere Versicherer lehnen den Antrag bei Angabe einer laufenden Behandlung - vorübergehend bis die Behandlungen abgeschlossen sind - ab oder verlangen umfangreiche Befunde o.Ä.:

  • AXA
  • ARAG
  • Barmenia
  • Allianz
  • Hallesche

Bei diesen Anbietern wäre es empfehlenswert, mit der Antragstellung zu warten, bis die Behandlungen abgeschlossen sind, oder auf eine der erstgenannten Alternativen auszuweichen.

Unser Service für Sie: in unserem Zahnzusatzversicherung Vergleich werden vor Anzeige der Tarif-Ergebnisse verschiedene Daten zum Zahnzustand abgefragt. Unser Rechner filtert damit automatisch, welche Tarife abgeschlossen werden können - Angebote, die nicht realisierbar sind, werden Ihnen im Vergleich gar nicht erst angezeigt, damit Sie sich auf die Tarife konzentrieren können, wo Sie auch aufgenommen werden.

3. Was versteht man unter dem Begriff Wartezeit und wie lang ist sie?

Fast jeder Versicherer hat zu Beginn der Laufzeit eine Wartezeit von üblicherweise 8 Monaten für Zahnersatzmaßnahmen in den Bedingungen verankert. Das bedeutet, dass Sie während dieser Zeit noch keine Leistungen für Zahnersatzbehandlungen in Anspruch nehmen können.

Schäden, die bereits vor Abschluss der Versicherung eingetreten sind, d.h. wo der Zahnarzt bereits Behandlungsbedarf festgestellt hat, sind auch nach Ablauf der Wartezeit nicht versichert.

Schäden, die jedoch während der Wartezeit neu eintreten, sind bereits versichert. D.h. wenn der Zahnarzt  z.B. vier Monate nach Abschluss der Versicherung feststellt, dass eine Krone erneuert werden muss, dann handelt es sich prinzipiell um ein versichertes Risiko. Wenn die Behandlung nicht sofort akut durchgeführt werden muss, oder der Zahn zunächst mit einem Provisorium versorgt werden kann, besteht also die Möglichkeit, den Zahn nach Ablauf der Wartezeit mit einer hochwertigen Krone zu versorgen und der Versicherer wäre dafür dann bereits leistungspflichtig.

Für Kieferorthopädie gelten im Regelfall bei allen Anbietern ebenfalls 8 Monate Wartezeit.

Für Zahnbehandlung und Prophylaxe gibt es – sofern der Versicherer dafür überhaupt Leistungen vorsieht – Unterschiede bei den einzelnen Anbietern. Manche verzichten dafür grundsätzlich auf Wartezeiten (z.B. die CSS-Versicherung), andere vereinbaren auch dafür 8 Monate Wartezeit (z.B. Signal-Iduna).


3. Was versteht man unter dem Begriff Wartezeit und wie lang ist sie?

Fast jeder Versicherer hat zu Beginn der Laufzeit eine Wartezeit von üblicherweise 8 Monaten für Zahnersatzmaßnahmen in den Bedingungen verankert. Das bedeutet, dass Sie während dieser Zeit noch keine Leistungen für Zahnersatzbehandlungen in Anspruch nehmen können.

TIPP: es gibt allerdings auch einige Tarife, wo auf eine anfängliche Wartezeit verzichtet wird - ausführliche Informationen dazu finden Sie hier: Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit

Schäden, die bereits vor Abschluss der Versicherung eingetreten sind, d.h. wo der Zahnarzt bereits Behandlungsbedarf festgestellt hat, sind auch nach Ablauf der Wartezeit nicht versichert.

Schäden, die jedoch während der Wartezeit neu eintreten, sind bereits versichert. D.h. wenn der Zahnarzt  z.B. vier Monate nach Abschluss der Versicherung feststellt, dass eine Krone erneuert werden muss, dann handelt es sich prinzipiell um ein versichertes Risiko. Wenn die Behandlung nicht sofort akut durchgeführt werden muss, oder der Zahn zunächst mit einem Provisorium versorgt werden kann, besteht also die Möglichkeit, den Zahn nach Ablauf der Wartezeit mit einer hochwertigen Krone zu versorgen und der Versicherer wäre dafür dann bereits leistungspflichtig.

Für Kieferorthopädie gelten im Regelfall bei allen Anbietern ebenfalls 8 Monate Wartezeit.

Für Zahnbehandlung und Prophylaxe gibt es – sofern der Versicherer dafür überhaupt Leistungen vorsieht – Unterschiede bei den einzelnen Anbietern. Manche verzichten dafür grundsätzlich auf Wartezeiten (z.B. die CSS-Versicherung), andere vereinbaren auch dafür 8 Monate Wartezeit (z.B. Signal-Iduna).

4. Kann man fehlende Zähne mit versichern?

Grundsätzlich ja, allerdings nicht in jedem Fall und nicht bei jeder Versicherungsgesellschaft.

Grundvoraussetzung für die Mitversicherung fehlender Zähne ist immer, dass der Ersatz eines fehlenden Zahnes zum Zeitpunkt des Abschlusses weder notwendig, angeraten noch geplant oder beabsichtigt war.

Eine Mitversicherung kann in solchen Fällen durchaus Sinn machen, da nur dann auch gewährleistet ist, dass Sie später die vollen Tarifleistungen bekommen, wenn der fehlende Zahn z.B. im Rahmen einer Prothese oder Brückenkonstruktion mit ersetzt werden soll.

Wenn der Zahnarzt allerdings schon auf die Notwendigkeit eines Ersatzes hingewiesen hat oder sogar schon ein Kostenplan erstellt worden ist, besteht dafür leider keine Versicherungsmöglichkeit mehr. Das sollten Sie am besten vor einem Abschluss mit Ihrem Zahnarzt abklären, ob hier bereits ein entsprechender Vermerk in Ihrer Patientenakte vorhanden ist. Falls ja, ist eine Mitversicherung dieser fehlenden Zähne natürlich nicht mehr möglich.

Eine Mitversicherung von Zähnen, die erst kurz vor Abschluss einer Versicherung gezogen worden sind, ist im Regelfall nicht möglich, wenn klar ist, dass ein Ersatz gemacht werden muss.

Wenn die genannten Voraussetzungen für eine Mitversicherung grundsätzlich erfüllt sind, ist die Mitversicherung fehlender Zähne im folgenden Rahmen möglich / nicht möglich:

Württembergische
V1-V3
Bis zu 4 fehlende Zähne können versichert werden (Verlängerung Zahnstaffel ab 3 fehlenden Zähnen)
Württembergische
Z1-Z3
Bis zu 4 fehlende Zähne können versichert werden (Verlängerung Zahnstaffel ab 3 fehlenden Zähnen)
Allianz DentalBestBis zu 3 fehlende Zähne können gegen Risikozuschlag versichert werden
Allianz DentalPlusBis zu 3 fehlende Zähne können gegen Risikozuschlag versichert werden
Hallesche MEGA.DentBis zu 3 fehlende Zähne können versichert werden (verminderte Zahnstaffel)
Hallesche GIGA.DentBis zu 3 fehlende Zähne können versichert werden (verminderte Zahnstaffel)
Hanse Merkur EZ+EZT+EZPBis zu 3 fehlende Zähne können gegen jeweils 3 Euro Zuschlag versichert werden
Hanse Merkur EZ+EZTBis zu 3 fehlende Zähne können gegen jeweils 3 Euro Zuschlag versichert werden
ARAG Z-90 BonusBis zu 3 fehlende Zähne können gegen jeweils 20% Zuschlag versichert werden
AXA Dent-Premium-UBis zu 3 fehlende Zähne können versichert werden (Verlängerung Zahnstaffel ab 2 fehlenden Zähnen)
AXA Dent-Komfort-UBis zu 3 fehlende Zähne können versichert werden (Verlängerung Zahnstaffel ab 2 fehlenden Zähnen)
Die Bayerische VIP dental PrestigBis zu 3 fehlende Zähne können versichert werden (Verlängerung Zahnstaffel ab 2 fehlenden Zähnen)
Barmenia ZG PLUSBis zu 3 fehlende Zähne können versichert werden (Veränderung Leistungsstaffel ab 2 fehlenden Zähnen)
Janitos JA Dental PlusBis zu 3 fehlende Zähne können versichert werden (Veränderung Leistungsstaffel ab 2 fehlenden Zähnen)
R+V Z1U+ZV
R+V Z1U
Versicherung fehlender Zähne ist nicht möglich
R+V Z2U+ZV
R+V Z2U
Versicherung fehlender Zähne ist nicht möglich
ERGO Direkt Premium
(ZAB+ZAE+ZBB+ZBE)
Versicherung fehlender Zähne ist nicht möglich
DFV Zahnschutz ExklusivVersicherung fehlender Zähne ist nicht möglich
Münchener Verein 571+572+573+574Versicherung fehlender Zähne ist nicht möglich
Universa uni-dent|privatVersicherung fehlender Zähne ist nicht möglich
Signal-Iduna Kompakt-PlusVersicherung fehlender Zähne ist nicht möglich
Signal-Iduna Kompakt-StartVersicherung fehlender Zähne ist nicht möglich

5. Gibt es einen Rabatt, wenn ich die ganze Familie versichere?

Nein. In der privaten Krankenversicherung gibt es im Gegensatz zum gesetzlichen System keine Möglichkeit der kostenlosen oder günstigeren „Familienversicherung“, d.h. jede Person muss separat versichert werden und einen eigenen Beitrag bezahlen.

Wenn Sie mehrere Personen versichern möchten, dann führen Sie bitte für jede Person online eine eigene Berechnung durch und fordern für jede Person einen eigenen an.

Rufen Sie uns alternativ auch gerne an unter 08142 - 651 39 28. Gerade bei Kindern kommt es auf andere Leistungsdetails an wie bei Erwachsenen - ausführliche Informationen zum Thema Kinderzahnversicherung finden Sie hier: Zahnzusatzversicherung Kind.

6. Gibt es Rabatt, wenn ich im öffentlichen Dienst beschäftigt bin?

Nein. Anders als bei Sachversicherungen (z.B. Hafptlicht, Hausrat) gibt es in der privaten Krankenversicherung keine Rabatte für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Auch für andere Berufsgruppen (z. B. Angestellte bei Versicherungsunternehmen o. Ä.) gibt es keine Rabattierungsmöglichkeiten.

Rabatte gibt es beispielsweise bei manchen Anbietern für jährliche Zahlweise (allerdings auch nicht mehr bei allen Anbietern).

Wir beraten Sie allerdings natürlich gerne zu den günstigsten Möglichkeiten - wenn Sie einen Überblick über alle verfügbaren Tarife suchen, finden Sie diesen unter: Zahnzusatzversicherung Übersicht.

7. Gibt es einen Rabatt, wenn ich meine Beiträge im Voraus bezahle?

Bei den meisten Versicherungsgesellschaften ja.

Nachfolgend eine Übersicht:

Württembergische4% Rabatt bei jährlicher Zahlung, 2% Rabatt bei halbjährlicher Zahlung
R+V4% Rabatt bei jährlicher Zahlung, 2% Rabatt bei halbjährlicher Zahlung
Hanse Merkur3% Rabatt bei jährlicher Zahlung, 2% Rabatt bei halbjährlicher Zahlung
Signal-Iduna4% Rabatt bei jährlicher Zahlung, 2% Rabatt bei halbjährlicher Zahlung.
Allianz4% Rabatt bei jährlicher Zahlung, 2% Rabatt bei halbjährlicher Zahlung
Barmenia4% Rabatt bei jährlicher Zahlung.
ARAG4% Rabatt bei jährlicher Zahlung.
AXAkein Rabatt bei jährlicher Zahlung
Janitoskein Rabatt bei jährlicher Zahlung
ERGO-Direkt VersicherungenKein Rabatt bei jährlicher Zahlung
UniversaKein Rabatt bei jährlicher Zahlung

8. Was kostet eine gute Zahnzusatzversicherung?

Die Prämien für Zahnzusatzversicherungen gehen für Kinder bei 1-2 Euro monatlich los, bei Erwachsenen bei ca. 3-4 Euro monatlich.

Bei derart geringen Beiträgen darf man aber natürlich auch kaum Leistungen erwarten. Wenn Sie eine hochwertige Zusatzversicherung suchen, dann zahlen Sie dafür auch einen entsprechend höheren Preis.

Gute Zusatzversicherungen für Kinder kosten ca. 10 bis 20 Euro.

Erwachsene zahlen je nach Alter ca. zwischen 20 und 60 Euro für eine gute Zusatzversicherung, wobei hier gilt: Ältere zahlen normalerweise mehr als Jüngere. Seit Anfang 2013 werden alle Tarife "Unisex" kalkuliert, d.h. die Beiträge für Männer und Frauen sind nun identisch.

Die "günstigen" Tarife mit hochwertigen Leistungen sind oftmals ohne Altersrückstellungen kalkuliert, d.h. die Beiträge steigen dann mit dem Älterwerden automatisch an.

Sehr hochwertige Tarife mit Beiträgen, die mit Altersrückstellungen kalkuliert sind, kosten ca. zwischen 35 und 60 Euro monatlich für Erwachsene - günstigere Tarife haben entweder diverse Leistungsnachteile oder sind ohne Altersrückstellungen kalkuliert (also mit steigenden Beiträgen).

Tipp: spezielle Zahnzusatzversicherungen für Senioren sind nicht unbedingt sinnvoll - manche Anbieter bieten Tarife speziell für z.B. über 60jährige an - oftmals bieten diese allerdings abgespeckte Leistungen. Viele Anbieter haben kein Höchstaufnahmealter auch bei den normalen Zahnzusatztarifen - suchen Sie sich hier am besten den passenden Anbieter heraus.

9. Gibt es Zahnzusatzversicherungen, die auch für Veneers leisten?

Veneers sind Verblendschalen aus Keramik (Porzellan), die vor allem im Frontzahnbereich eingesetzt werden. In den überwiegenden Fällen werden Veneers aus rein optischen Gründen verwendet, z.B. bei starken Verfärbungen der Schneidezähne. Derartige rein kosmetisch geprägte Behandlungen werden auch von privaten Krankenversicherern nicht übernommen.

Es gibt allerdings auch bestimmte Situationen, in denen die Verwendung von Veneers als medizinisch notwendig angesehen werden kann, z.B. wenn an den Schneidezähnen kaum mehr eigene Zahnsubstanz vorhanden ist. In diesen Fällen leisten für Veneers auch die privaten Zusatzversicherungen.

Wenn Sie Veneers über eine Versicherung abrechnen möchten, sollten Sie auf jeden Fall den Erstattungsanspruch mittels eines Heil-Kostenplanes prüfen lassen, bevor die Behandlung begonnen wird.

10. Werden die Kosten für das Aufhellen der Zähne, das sog. Bleaching übernommen?

Nein. Beim Bleaching handelt es sich um eine rein kosmetische Behandlung ohne jede medizinische Indikation. Für derartige Behandlungen leisten weder die gesetzlichen noch die privaten Krankenversicherungen.

Vor einigen Jahren gab es eine Zahnzusatzversicherung für Bleaching, nämlich den Tarif CSS.Smile - das Angebot wurde allerdings aufgrund geringer Resonanz nach kurzer Zeit wieder eingestellt.