Ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll?

Es wird ja gerne und oft über Sinn und Unsinn von Versicherungen diskutiert – natürlich ist eine Haftpflichtversicherung unabdingbar, weil zu einem sehr niedrigen Beitrag Schäden in Millionenhöhe versichert sind, die den einzelnen schnell ruinieren könnten. Bei den Zähnen streiten selbst Fachleute darüber, ob eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll oder eher überflüssig ist. Mittlerweile sind viele renommierte Fachmagazine wie etwa Finanztip oder die Stiftung Warentest der Ansicht, dass eine Zahnzusatzversicherung durchaus empfehlenswert ist.

Als Versicherungsmakler, der auf den Vergleich von Zahnzusatzversicherungen spezialisiert ist, sehen wir das naturgemäß ähnlich – wir leben ja schließlich auch davon. Es gibt aber durchaus auch rationale Gründe, die für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sprechen.

Zahnersatz ist vorhersehbar – daher Zahnzusatzversicherung sinnvoll

Im Gegensatz zu anderen Versicherungssparten ist das Risiko, Zahnersatz oder andere Leistungen einer Zusatzversicherung zu benötigen, durchaus in vielen Fällen gut einschätzbar. Wer beispielsweise schon einige Füllungen, Kronen oder andere Zahnersatzversorgungen im Mund hat, der weiß ja aus Erfahrung, dass diese Sachen nicht ewig halten – gerade wenn vorhandener Zahnersatz schon etwas älter ist, dann kann man oftmals schon gut abschätzen, wann ungefähr eine teure Zahnsanierung ansteht – wenn die Möglichkeit der Versicherung gegeben ist, warum sollte man das also nicht tun? Für Menschen, die schon einige Kronen oder Brücken haben, ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll.

Zahnersatz ist vorhersehbar - daher Zahnzusatzversicherung sinnvoll
  • Vorhersehbar:
  • Sie haben einige ältere Füllungen? → dann wissen Sie bereits heute, dass Sie vermutlich an diesen Zähnen in Zukunft irgendwann teurere Inlays oder Kronen benötigen werden
  • Sie haben wurzelbehandelte Zähne? Diese Zähne haben ein erhöhtes Risiko, irgendwann gezogen zu werden – dann benötigen Sie möglicherweise eine Brücke oder ein Implantat
  • Sie haben bereits Kronen oder Brücken, evtl. sogar schon welche, die einige Jahre alt sind? Nichts hält ewig – auch gut gemachter Zahnersatz hat eine Lebensdauer von üblicherweise max. 15-20 Jahren – ein teurer Austausch droht in Zukunft – eine Zahnzusatzversicherung ist daher sinnvoll

Wer also schon heute weiß, dass er in absehbarer Zeit Zahnersatz benötigt, für den lohnt sich eine private Zahnzusatzversicherung in den meisten Fällen. Es ist sinnvoll, in diesem Fall eine möglichst hochwertige Versicherung mit hohen Leistungen für Zahnersatz abzuschließen – lieber kostet der Tarif dann etwas mehr als durchschnittliche Tarife, aber das lohnt sich dann ja voraussichtlich später im Leistungsfall.

Zahnzusatzversicherung sinnvoll um hohe Kosten abzusichern

Die Gegner der Zahnzusatzversicherung bringen als Argument oftmals vor, dass die Risiken nicht unbedingt existenzbedrohend wären und der Abschluss daher nicht sinnvoll ist. Sie plädieren dafür, lieber selbst jeden Monat etwas Geld beiseite zu legen, um davon später Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Implantate bezahlen zu können. Bleibt die Frage, was „existenzbedrohend“ eigentlich ist und wie hoch das Kostenrisiko für Zahnersatz ist:

Zahnersatz ist teuer - eine Zahnzusatzversicherung kann sinnvoll sein
Das kostet Zahnersatz
Krone (z.B. Keramik)ca. 500 – 1.000 €
Inlay (z.B. Keramik)ca. 500 – 800 €
Brücke (z.B. Keramik)ca. 1.200 – 1.800 €
Implantat mit Keramikkroneca. 2.300 – 3.000 €
Gebisssanierung mit Implantatenca. 8.000 – 25.000 € (je nach Umfang)

Natürlich – wenn ich eine Krone oder ein Inlay für etwa 600 Euro benötige, dann ruiniert mich das nicht. Zähneknirschend werde ich auf andere Konsumgüter verzichten müssen, aber irgendwie kriegt man eine solche Summe für die Zähne schon zusammen. Bei einem Implantat für 2500 Euro sieht die Sache schon anders aus – auch das sicherlich keine existenzgefährdende Schadensumme. Aber da ist beim ein oder anderen der lang ersehnte Sommerurlaub dahin. Doch was aber macht man, wenn man vor der Frage steht, ob man sich eine Zahnsanierung mit Implantaten, Keramikkronen oder ähnlichem für 10, 20 oder 30.000 Euro leisten kann? Dafür muss man lange monatlich einen Betrag X weglegen, um solche Kosten stemmen zu können.

Für viele, die dann keine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben, bleibt dann wohl nur die Alternative der billigen Kassenprothese, Stahlkronen oder der Gang ins billigere Ausland, etwa die Türkei oder Osteuropa.

Zahnzusatzversicherung: sinnvoll als Selbstschutz-Mechanismus

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Wer Wert auf seine Zähne und eine bestmögliche Versorgung legt, für den ist aus unserer Sicht der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sinnvoll – sie schützen sich damit vor durchaus sehr hohen Kosten und verteilen das Risiko auf eine monatliche Einzahlung. Mithilfe einer Zahnzusatzversicherung können Sie sich bereits einige Jahre nach Vertragsabschluss hochwertigen Zahnersatz leisten – da kann die Sparlösung nicht mithalten. Zusätzlich ist auch fraglich, ob der einzelne die Spardisziplin aufrecht erhält und wirklich langfristig durchhält, sein Guthaben, das für den Zahnersatz gedacht ist, nicht anzutasten – manch einer erliegt dann doch den Verlockungen des Konsums, etwa ein neues Auto, ein schöner Urlaub – und das war es dann wieder mit dem schönsten Lächeln der Welt. Wer sich jetzt wiedererkannt hat und schon weiß, dass es mit der eigenen Spardisziplin nicht so weit her ist, der schützt sich lieber vor sich selbst und schließt eine Versicherung für die Zähne ab. Glauben Sie mir – die wenigsten schaffen es wirklich, den Sparplan für Zahnersatz durchzuziehen.

Macht eine Zahnzusatzversicherung in jungen Jahren Sinn?

Wer noch jung ist und sehr gute Zähne hat, fragt sich natürlich, ob eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist oder nicht. Monatlich 20 oder 30 Euro kann man als junger Mensch natürlich auch besser verwenden als für die Zahngesundheit. Lohnt sich der frühe Einstieg? Ich denke schon, dass ein frühzeitiger Abschluss sinnvoll ist. Zum einen sind die Einstiegsbeiträge sowohl bei Tarifen mit Alterungsrückstellungen als auch bei Tarifen ohne Altersrückstellung für junge Leute günstiger (bei Bildung von Altersrückstellungen sichert man sich den günstigeren Einstiegstarif sogar langfristig). Zum anderen neigen viele Menschen ansonsten auch dazu, den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung immer und immer wieder zu verschieben, bis es dann letztlich oft zu spät ist. Wer nämlich bereits beim Zahnarzt war und einen Heil- und Kostenplan für teure Zahnbehandlungen oder Zahnersatz hat, der kann dafür natürlich keine Zahnzusatzversicherung mehr abschließen, auch wenn das sinnvoll wäre.

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Wir beraten Sie gerne kostenlos und helfen Ihnen dabei, eine sinnvolle Zahnzusatzversicherung zu finden. Rufen Sie uns einfach zur Zahnzusatzversicherungs-Beratung an unter 08142 651 39 28 (Mo-Fr 8-18 Uhr) oder kontaktieren Sie uns über unser Kontaktformular. Oder nutzen Sie unseren kostenlosen Vergleichsrechner, um die Zahnzusatzversicherungen direkt online zu vergleichen.

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Welche Zahnzusatzversicherung ist sinnvoll?

Jeder der seine Zähne versichern möchte, fragt sich natürlich zwangsläufig „welche Zahnzusatzversicherung Sinn macht“. Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz so einfach – es gibt nämlich sehr viele Tarife. Man sollte auf jeden Fall nicht das billigste Angebot wählen – denn dass eine Zahnzusatzversicherung für z.B. 10 Euro nicht so viele Kosten übernehmen kann wie andere Angebote, die 20, 30 Euro oder noch mehr kosten, das liegt ja auf der Hand. Erst mal ist die Frage, ob man eine reine Zahnersatzversicherung abschließt oder ob eine Zahnzusatzversicherung mit Prophylaxe-Kostenübernahme sinnvoll ist. Das hängt natürlich ganz klar davon ab, in welchem Umfang Sie die Leistungen nutzen werden – wer voraussichtlich jährlich ein oder zwei mal im Jahr eine Professionelle Zahnreinigung für z.B. 80 oder 100 Euro in Anspruch nimmt, für den rechnet sich durchaus ein teurer Komfort-Tarif, da ein Teil der eingezahlten Beiträge direkt in Form von Prophylaxe-Leistungen zurückfließt (sogenannter „PZR-Effekt“).

Wer hingegen keinen Wert legt auf Prophylaxe, der kann natürlich auch getrost eine Versicherung wählen, die nur Zahnersatz wie z.B. Kronen, Brücken oder Implantate absichert – ob zusätzlich Leistungen für Wurzel- oder Parodontosebehandlungen sinnvoll sind, muss jeder individuell abwägen. Auch wichtig für die Entscheidung, welche Zahnversicherung sinnvoll ist, ist natürlich die Frage anfänglicher Wartezeiten und Summenstaffeln – da gibt es Tarife mit sehr unterschiedlichen Bedingungen, die genau verglichen werden sollten.

Tipp: wenn Sie nicht weiter wissen im Tarif-Dschungel → rufen Sie mich unter 08142 – 651 39 28 an! Ich helfe Ihnen gerne bei der Auswahl der sinnvollsten Zahnzusatzversicherung. Meine Beratung ist für Sie nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden – als unabhängiger Versicherungsmakler arbeite ich rein provisionsbasiert - und die Erfolgsprovision übernimmt im Falle eines Tarifabschlusses die jeweilige Versicherung für Sie – Sie zahlen nur die Beiträge, die auch nicht höher sind wie bei einem Direktabschluss – nutzen Sie diese Möglichkeit der neutralen und unabhängigen Beratung!

Auch für Kinder sind Zahnzusatzversicherungen schon sinnvoll

Viele Eltern fragen sich auch, ob eine Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie sinnvoll ist. Die Antwort lautet ganz klar – auf jeden Fall! Wer mit betroffenen Eltern gesprochen hat, die ohne Zahnzusatzversicherung Kosten für eine teure Zahnspangenbehandlung selbst finanzieren müssen, der weiß, wovon ich spreche. Kieferorthopädische Zahnkorrekturen bei Kindern mittels Zahnspange kosten schnell mal zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Wer mehrere Kinder hat, der hat dieses Kostenrisiko gleich mehrfach – da lohnen sich die etwa 10 bis 20 Euro monatlich für eine Kinderzahnversicherung auf jeden Fall. Doch vorsicht – eine gute Versicherung für Kinder können Sie nur abschließen, solange noch keine Zahnfehlstellung (z.B. Kreuzbiss, Überbiss, Deckbiss o.Ä.) diagnostiziert wurde – auch die Feststellung einer nur leichten Fehlstellung ist bereits ein Hinderungsgrund, da die Versicherungen im Antrag für die Kieferorthopädie-Versicherung nachfragen, ob bereits eine Zahnfehlstellung vom Zahnarzt oder Kieferorthopäden festgestellt worden ist. Sinnvoll ist der Abschluss bei Kindern daher spätestens bis zu einem Alter von etwa 6 Jahren.