16 Sehr gute Zahnzusatzversicherungen in Stiftung Warentest 2010

2010-05-04 22:37

Zahnzusatzversicherung Stiftung Warentest

 

Update: zwischenzeitlich steht bereits ein neuerer Test zur Verfügung - die Testsieger der aktuellsten Untersuchung finden Sie unter anderem auch in unserem Zahnzusatzversicherung Vergleich.

Die Nachfrage nach privaten Zahnversicherungen wird von Jahr zu Jahr größer. Daher testet die Stiftung Warentest in ihrer Schwesternzeitschrift Finanztest alle Jahre wieder verschiedene Zahnzusatzversicherungen auf Herz und Nieren. In der Ausgabe 05/2010 war es mal wieder so weit. Insgesamt wurden 110 verschiedene Tarife verglichen und diesmal gab es das "Sehr Gut" für 16 verschiedene Anbieter. Eine starke Steigerung zum letzten Test von 11/2008, wo es gerade einmal 3 "sehr gute" Angebote am Markt gab.

Im Vordergrund stand für die Stiftung Warentest erneut ausschließlich das Leistungspotential der Tarife für Zahnersatz. D.h. in die Wertung floss hauptsächlich ein, wie gut die einzelnen Tarife langfristig für Kronen, Brücken, Implantate oder Inlays leisten. Grundsätzlich ist das ein sinnvoller Ansatzpunkt, da gerade diese Zahnersatzversorgungen später richtig teuer werden könnten.

Dass einige Anbieter mittlerweile auch sehr gute Leistungen für die Bereiche Prophylaxe oder Zahnbehandlung bieten, wurde von der Stiftung Warentest leider kaum berücksichtigt. Diese Leistungsdetails sind zwar aufgeführt, flossen jedoch kaum in das Ranking mit ein - bedauerlich wie wir finden, denn diese Zusatzleistungen können sehr sinnvoll sein.

Alleine die Prophylaxe ist durchaus ein relevantes Entscheidungskriterium. So übernehmen Anbieter wie z.B. CSS Flexi oder ARAG Z-100 die gesamten Kosten für die professionelle Zahnreinigung. Und wer diese Leistung beim Zahnarzt ohnehin jedes Jahr ein oder zwei mal in Anspruch nimmt, für den lohnen sich derartige Tarife in aller Regel mehr als reine Zahnersatztarife - die höheren Kosten für einen solchen Tarif werden durch das Erstattungspotential für Prophylaxe in aller Regel überkompensiert, d.h. unterm Strich zahlt man dann für die reine Risikoabsicherung des Zahnersatzes deutlich weniger als bei reinen Zahnersatztarifen.

Auch Zusatzleistungen für Wurzelbehandlungen, Parodontose o.Ä. können sehr sinnvoll sein. Wer weiß schon, dass eine privat berechnete Wurzelbehandlung gut und gerne um die 1000 Euro kosten kann? Auch dass die gesetzlichen Krankenkassen immer öfter für derartiges keine Leistung mehr vorsehen, ist vielen Verbrauchern unbekannt. Beispiel Wurzelbehandlung: die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Wurzelbehandlung nur dann, wenn es aus deren Sicht auch "wirtschaftlich" erscheint. D.h. die Kostenübernahme für eine Wurzelbehandlung kann von der gesetzlichen Krankenversicherung trotz medizinischer Notwendigkeit abgelehnt werden, wenn wirtschaftliche Gründe dagegen sprechen. Das ist z.B. der Fall, wenn an einem Zahn in der Vergangenheit schon einmal eine Wurzelbehandlung durchgeführt wurde, die wiederholt werden muss. Oder auch, wenn die Erfolgsprognose für das Gelingen einer Wurzelbehandlung relativ schlecht stehen. In solchen Fällen springen private Zahnzusatzversicherungen wie z.B. die CSS, ARAG oder Barmenia ZG Plus ein. Wer keine Zusatzversicherung für die Zähne hat und sich die Kosten der privaten Wurzelbehandlung nicht leisten kann, dem bleibt nur, den Zahn ziehen zu lassen und fortan mit einer Lücke zu leben oder aber den fehlenden Zahn mittels Brücke oder Implantat zu versorgen (was natürlich ebenfalls mit hohen Kosten verbunden ist).

Unter diesen Gesichtspunkten sollten diese Zusatzleistungen bei der Auswahl der geeigneten Zahnzusatzversicherung durchaus eine Rolle spielen. Unser Online-Rechner berücksichtigt auch diese Leistungen.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Auswahl der geeigneten Zahnzusatzversicherung sind unserer Meinung nach die anfänglichen Leistungsbegrenzungen. Wer bei Abschluss top Zähne hat und die Versicherung lediglich als Langfristabsicherung für später sieht, für den spielt dieser Punkt in der Tat nur eine untergeordnete Rolle. Wer jedoch schon vor Abschluss der Versicherung einige Füllungen, Kronen o.Ä. im Mund hat, der sollte darauf achten, dass die Begrenzungen anfänglich nicht zu gering sind, denn wer kann schon abschätzen ob die Kronen nun noch 2, 3, 4 Jahre oder länger halten?

Z.B. die von Stiftung Warentest mit "sehr gut" bewerteten Tarife der Hanse-Merkur (EZ, EZT, EZP) sowie auch die Tarife von Ergo-Direkt sind mit relativ geringen anfänglichen Begrenzungen ausgestattet, das sollte man trotz des "sehr guten" Testurteils durchaus mit beachten. Derzeit ist unser Team von Zahnzusatzversicherung-Experten.de dabei, diese Zahnversicherungen genauer zu prüfen und wir werden diese voraussichtlich bald in unseren Online-Rechner integrieren.
 
Der aktuelle Zahnzusatzversicherung Stiftung Warentest bietet zwar einen ersten Anhaltspunkt für die Auswahl des geeigneten Tarifes, jedoch muss man durchaus einige individuelle Kriterien berücksichtigen. Die hohe Anzahl von 16 mit "sehr gut" bewerteten Tarifen führt leider dazu, dass der Markt für den Endkunden noch unübersichtlicher wird (was er auch vorher ohnehin schon war). Individuelle Beratung vom Spezialisten ist daher unerlässlich.

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