Annahmerichtlinien bei der Bayerischen geändert

2017-10-15 16:40

Im August startete die Bayerische (ehemals BBV) mit ihren neuen Zahntarifen: Die Bayerische ZAHN Smart, Komfort und Prestige. Die Tarife bieten allesamt umfangreiche Leistungen in den Bereichen Zahnersatz, Prophylaxe und Zahnbehandlung. Innerhalb der Tarifserie kann der Versicherungsnehmer entscheiden, ob er sich mit dem Tarif ZAHN Prestige zu 100%, mit dem Tarif Komfort zu 80-90% oder mit Smart zu 80% absichert. Im Zahnzusatzversicherung Vergleich hat sich die Bayerische damit gut positioniert.

 

Die Bayerische - unklare Annahmebedingungen

Die Tarife kommen gut an am Markt, die Bayerische scheint ein attraktives Leistungspaket geschaffen zu haben. Leider führten in den letzten Monaten die Annahmerichtlinien der Bayerischen immer wieder zu Rückfragen und Irritationen. Die genauen Fragestellungen können Sie der nachfolgenden Grafik entnehmen.

Die Bayerische - ZAHN - Annahmerichtlinien

Während Frage 1 nach fehlenden Zähnen und Frage 2 nach herausnehmbaren Zahnersatz recht eindeutig gestellt sind, kamen zu Frage 3 doch regelmäßig Rückfragen von Interessenten. Was versteht man unter einer „Zahn-Anomalie“ oder einer „Gebiss-Anomalie“? Was ist mit „Kiefergelenkserkrankung“ gemeint? Das Problem war ganz klar, dass die Begriffe zu viel Spielraum für Interpretationen ließen. Mancher Interessent wurde davon abgeschreckt - könnte man doch z.B. argumentieren, ein kariöser Zahn weiche durchaus von der „Norm“ ab und könnte als „Anomalie“ betrachtet werden. 

Beabsichtigt war das seitens der Bayerischen natürlich nicht - man wollte hier nur schwere Zahnerkrankungen herausfiltern und hat die Begrifflichkeit daher recht umfangreich gewählt. Mit dem Begriff „Kiefergelenkserkrankung“ wollte man wohl eher das Thema CMD (craniomandibuläre Dysfunktion) ausschließen, nicht denjenigen, der lediglich vorbeugend eine Aufbissschiene wegen gelegentlichem Zähneknirschen trägt. 

  

Jetzt mit neuen Annahmebedingungen

Daher freuen wir uns umso mehr, dass die Bayerische auf die Kritik reagiert hat und ihre Annahmerichtlinien in Kürze konkretisieren wird. Die Angabe Parodontose / Parodontitis bleibt wie bisher bestehen. Der Begriff „Zahn- / Gebiss-Anomalie“ entfällt ersatzlos. Die Begriffe „Zahnschmelzdefekt“ und „Kiefergelenkserkrankung CMD“ werden mit einer Ergänzung versehen: „nicht anzugeben sind: Karies oder eine Aufbissschiene wegen Zähneknirschens“, so dass hier für die Zukunft doch Klarheit geschaffen wird, wer versicherbar ist und wer nicht.

 

Übrigens: Der Tarif Bayerische ZAHN Prestige hat aus unserer Sicht durchaus den Titel „Die beste Zahnzusatzversicherung“ verdient - wir haben einen hauseigenen Zahnzusatzversicherung Test durchgeführt, in dem wir alle gängigen Tarife in allen Leistungskategorien mit Punkten benotet hat - die Bayerische hat in diesem Test den bisherigen erstplatzierten Tarif Württembergische V1 vom Thron gestoßen, was die Gesamtbeurteilung anbelangte. 

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Bei uns erfahren Sie, wie viel eine gute Zahnzusatzversicherung kostet.

 

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