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Immer mehr Menschen knirschen nachts mit den Zähnen

Maximilian Waizmann | Versicherungsfachmann BWV

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Knirscherschiene Aufbisschiene

Stress ist sicherlich eine der unterschätztesten Krankheiten unserer modernen Gesellschaft - auch auf die Zahngesundheit wirkt sich Stress immer häufiger aus. Das belegen nun Zahlen, welche die Krankenkasse Barmer GEK am 19. Januar im Rahmen einer Pressemitteilung veröffentlichte. So nahm die Zahl verschriebener Knirscherschienen wegen Bruxismus bzw. Zähneknirschen  im Zeitraum von 2012 bis 2016 um 15,6% zu - die Zahl der Verschreibungen stieg in diesem Zeitraum von 1,38 Millionen auf 1,6 Millionen an.

 

Darum knirschen Menschen Nachts mit den Zähnen

Aufbissschienen werden von Zahnärzten verordnet, wenn Menschen mit den Zähnen knirschen (der Fachausdruck dafür lautet „Bruxismus“). Die Ursache dafür ist häufig Stress, sei es im privaten oder beruflichen Umfeld. Wer nachts mit den Zähnen presst oder knirscht, reibt unter Umständen über Jahre hinweg seine Zähne so stark ab, dass später häufig Zahnersatz notwendig werden kann, um die Bissfunktion wiederherzustellen. Neben Stress gibt es auch andere Ursachen, etwa die Kiefergelenkserkrankung CMD (craniomandibuläre Dysfunktion). Viele Betroffene merken gar nicht unbedingt, dass Sie mit den Zähnen knirschen - oft ist es der Partner, der darauf hinweist, oder sogar der Zahnarzt, der bei der Kontrolluntersuchung sogenannte „Abrasionen“ (Abnutzung durch Knirschen) an den Zähnen feststellt. 

Was kann man gegen Zähneknirschen tun?

Eine einfache Knirscherschiene ist Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Ursächlich behandelt wird die Problematik damit jedoch nicht - wer nachts mit den Zähnen knirscht, sollte versuchen, seinen alltäglichen Stress zu reduzieren. Auch die Medizin kann helfen, wenn z.B. das Kiefergelenk nicht optimal eingestellt ist. Mit speziellen Schienen-Therapien kann das Kiefergelenk neu justiert werden - solche Schienensysteme (DIR-Schienen, Harmonie-Schienen, DROS-Schienen) sind jedoch relativ teuer und helfen nur dann, wenn der Auslöser eine körperliche Ursache hat. Gegen Stress kann auch eine solche Spezial-Schiene nichts ausrichten.

Zahnzusatzversicherung und Zähneknirschen / Knirscherschiene

Nicht umsonst ist diese Thematik auch bei privaten Krankenversicherungen ein Thema, wenn es um die Zahnzusatzversicherung geht. So fragen einige Anbieter wie z.B. Die Bayerische oder die Württembergische in ihren Anträgen, ob jemand mit den Zähnen knirscht oder eine Kiefergelenkserkrankung vorliegt. Für manch einen Interessenten ist das kaum nachvollziehbar, denn häufig werden die Beschwerden gar nicht als so gravierend wahrgenommen.

Doch für eine Versicherung ist es durchaus ein erhebliches Risiko, wenn der Versicherte seine Zähne über Jahre hinweg schädigt und die Zahnversicherung unter Umständen später für die Sanierung aufkommen soll. Wer eine Knirscherschiene trägt, sollte darauf achten, dass der gewählte Versicherer im Antrag nicht nach Kiefergelenksproblemen oder einer laufenden Schienentherapie fragt. 


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