Top oder Flop - welche Tarife sind für Kinder nicht empfehlenswert?

Top oder Flop - welche Tarife sind für Kinder nicht empfehlenswert?

Autor: Maximilian Waizmann - Experte Zahnzusatzversicherung

Maximilian Waizmann | Versicherungsfachmann BWV

Empfehlung: diese Zahnzusatzversicherungen sind für Kinder eher ungeeignet

Kind mit Zahnlücke

Meistens geht es ja eher um die Frage, welche Tarife sinnvoll sind - heute machen wir es mal anders herum und schauen uns an, welche Tarife speziell für Kinder eher NICHT sinnvoll sind. Ganz klar - eine Zahnzusatzversicherung für Kinder muss das Hauptaugenmerk auf den Leistungen für Zahnspangen / Kieferorthopädie haben.

Insofern sind natürlich Versicherungen ohne diese Leistung für Kinder nicht empfehlenswert. Beispiele für solche Tarife sind beispielsweise die Continentale CEZP-U, die Bayerische ZAHN Smart oder die Gothaer MediZDuo.

Es gibt auch einige Tarife, die zwar grundsätzlich für Kieferorthopädie leisten, die wir aber dennoch nicht speziell für Kinder empfehlen, weil die Leistungen in speziellen Bereichen der Kieferorthopädie zu gering ausfallen oder eingeschränkt sind.

Beispiele für Tarife, die für Kinder eher nicht sinnvoll sind:

  • DKV KDBE (ggf. auch die Kombinationen DKV KDT85 + KDBE oder KDTP100 + KDBE) - der Tarif KDBE leistet zwar 100% für Kieferorthopädie, jedoch grundsätzlich begrenzt auf 1.500 Euro maximale Leistung. Das ist zwar bei KIG 3-5 für etwaige Mehrkosten gar nicht schlecht, reicht aber bei weitem nicht für eine Behandlung ohne Kassenleistung (KIG 2) aus (denn die kann bis ca. 5.000 Euro kosten)

  • Württembergische ZE90 + ZBE (Duoschutz 1) - die Württembergische leistet für Kieferorthopädie 100%, sogar auch bei KIG 1 - leider ist die Leistung insgesamt in jedem Fall auf maximal 2.000 Euro begrenzt, was für KIG 3-5 sehr gut, für KIG 2 (ohne Vorleistung der GKV) jedoch nicht ausreichend ist

  • DFV Zahnschutz Exklusiv 100 - die DFV leistet für Kieferorthopädie ebenfalls 100%, begrenzt jedoch ihre Leistung für Behandlungen ohne Vorleistung der gesetzlichen Kasse (KIG 2) auf 2.000 Euro - das ist zu wenig, denn solch eine Behandlung kann durchaus bis zu 5.000 Euro kosten

  • Die Bayerische ZAHN Komfort / ZAHN Prestige - die Top-Tarife der Bayerischen leisten für Kieferorthopädie 80% bei KIG 2 bzw. 100% bei KIG 3-5, begrenzen jedoch die Leistung auf max. 1.500 Euro bei KIG 3-5 (was ein guter Wert ist) bzw. auf 2.000 Euro bei KIG 2, was wiederum kein guter Wert ist, denn diese Behandlungen können mitunter bis etwa 5.000 Euro kosten

  • Universa uni-Dent-Privat - dieser Tarif leistet für Lieferorthopädische Behandlungen 80%, allerdings nur magere 600 Euro je Kiefer, also maximal 1.200 Euro. Das ist OK bei KIG 3-5, aber nicht ausreichend bei KIG 2 (kostet bis ca. 5.000 Euro, weil die GKV keine Vorleistung erbringt)

Alle genannten Tarife sind für Erwachsene durchaus empfehlenswert und werden von uns im Vergleichsrechner auch angeboten, aber für Kinder gibt es einfach bessere Alternativen, z.B. die UKV Zahnprivat Premium oder die Inter Z90+ZPro sind einfach top für Kinder.

Die Tarife finden Sie auch in einer Gegenüberstellung auf Zahnzusatzversicherung für Kinder.

Hinweis: bei Kindern brauchen Sie auch nicht auf die Noten von Stiftung Warentest achten - sie sind hier nicht aussagekräftig, weil Stiftung Warentest ausschließlich Zahnersatz-Leistungen bewertet hat!


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