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Was uns 2018 in Bezug auf Zahntarife erwartet

Maximilian Waizmann | Versicherungsfachmann BWV

Informationspunkt "Welche Neuerungen bringt uns 2018 für die Zahnzusatzversicherung"

Die Festzuschüsse für Zahnersatz sollen 2018 steigen - was wird uns das neue Jahr in Sachen Zahnzusatzversicherung sonst an Neuerungen bringen? Welche Tarife werden die beliebtesten sein? Wir versuchen eine Vorausschau aufs neue Jahr zu geben und zeigen die Trends auf.

 

 

Welche Zahnzusatzversicherungen werden 2018 am beliebtesten sein?

Ganz klarer Favorit auf die beliebtesten Zahntarife ist aus unserer Sicht Die Bayerische- seit August werden die 3 Tarife ZAHN Prestige, Komfort und Smart angeboten. Die Bayerische hat es geschafft, eine sehr attraktive Produktlinie zu kreieren, die verschiedenste Ansprüche und Bedürfnisse bedient.  

Zum einen setzt sich der Tarif „Die Bayerische ZAHN Prestige“ mit 100% Erstattung für Zahnersatz und Zahnbehandlung an die Leistungsspitze - ein besseres Produkt gibt es in dieser Leistungsklasse kaum - viele Interessenten finden den Tarif interessant, weil er ohne Wartezeit ist. 

Die Tarifvariante Smart spricht vor allem diejenigen an, die auf ein optimales Preis-Leistungsverhältnis setzen. Trotz der sehr guten Prophylaxe-Leistung (bis 160 Euro pro Jahr) kostet der Tarif je nach Alter nur zwischen ca. 15 und 30 Euro im Monat - und die restlichen Leistungen für Zahnersatz und Zahnbehandlung sind mit 80% sehr gut, wenn man den monatlichen Beitrag berücksichtigt. 

Neben der Bayerischen werden sicherlich auch andere Tarife mit ausgewogenem / günstigem Preis-Leistungsverhältnis gut gehen, z.B. Inter Z90+ZPro , Universa dent-privat oder die Continentale CEZP-U.

Welche Zahnzusatzversicherung ist 2018 für Kinder am attraktivsten?

Unser Favorit ist nach wie vor die UKV Zahnprivat Premium - bleibt es doch die einzige Zahnzusatzversicherung für Kinder, die in ihrer Leistungsklasse (90% bis 3.600 Euro) neben medizinisch notwendigen Leistungen in den AVB auch darüber hinausgehende Leistungen explizit einschließt (z.B. KIG1-Behandlung, die bei den meisten anderen Zahnzusatzversicherungen als nicht medizinisch notwendig eingestuft wird). Dadurch, dass der Beitrag für Kinder mit fast 20 Euro monatlich nicht so gering ausfällt, wird es natürlich auch 2018 viele Eltern geben, die eher günstigere Alternativen im Bereich von ca. 10-15 Euro suchen.

Hier haben meiner Einschätzung nach eher die Inter Z90+ZPro und die Signal-Iduna ZahnTOP(pur) die Nase vorn (kosten beide um die 10 Euro). Die Leistungen sind schon ein Stück weit schwächer wie bei der UKV, weil in der Praxis einige Leistungen aufgrund fehlender medizinischer Notwendigkeit nicht übernommen werden - jedoch sind die monatlichen Beiträge auch erheblich günstiger, so dass diese Tarife vor allem für kleinere Kinder eher eine gute Alternative darstellen.

Was ändert sich sonst 2018 rund ums Thema Zähne?

Eigentlich nicht viel - es werden vermutlich wieder 2-3 Versicherungsgesellschaften auf die Idee kommen, neue Tarife anzubieten - vielleicht wird Stiftung Warentest Ende 2018 wieder mal einen neuen Zahnzusatzversicherung Testveröffentlichen (nachdem der letzte Test Ende 2016 stattfand und man in der Vergangenheit immer etwa alle 2 Jahre getestet hat).

Ansonsten ist für 2018 geplant, die Festzuschüsse für Zahnersatz anzuheben, nachdem diese seit 2004 nicht mehr erhöht worden sind. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Ende letzten Jahres beschlossen. Die Änderungen werden durch das Bundesgesundheitsministerium geprüft und sollen zum 1.4.2018 in Kraft treten. Wie stark die Festzuschüsse genau steigen sollen, ist derzeit noch nicht bekannt. Diese Änderung wird voraussichtlich auch Auswirkungen auf Zahnzusatzversicherungen haben. 

Tarife, deren Leistung darin besteht, den gesetzlichen Festzuschuss zu verdoppeln, werden vermutlich teurer werden müssen. Bei den meisten Zahntarifen ist es allerdings so, dass die Leistungen in Prozent (z.B. 90%) den Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse bereits beinhalten - diese Tarife werden dadurch in ihrer Beitragsstabilität gestärkt, weil der Teil, den der private Versicherer leisten muss, damit der versicherte Prozentsatz erreicht wird, etwas sinken wird.


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