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In diesem Ratgeber geben wir Ihnen einen kompakten Überblick über die verschiedenen Arten und Materialien von Zahnbrücken. Je nach individuellen Bedürfnissen, ästhetischen Ansprüchen und Budget stehen mehrere Varianten zur Auswahl.
Zu den häufigsten Brückenarten zählen Vollkeramikbrücken, Metallkeramikbrücken und Brücken aus Nichtedelmetall (NEM). Während Vollkeramik durch ihre natürliche Optik überzeugt, gelten Metallkeramikbrücken als besonders robust und langlebig. NEM-Brücken sind eine kostengünstige Alternative, bieten jedoch in der Regel eine geringere Ästhetik.
Welche Brücke für Sie infrage kommt, hängt vor allem von den Faktoren Stabilität, Ästhetik und Kosten ab – und sollte immer gemeinsam mit dem Zahnarzt abgestimmt werden.
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Die verschiedenen Brückenarten lassen sich folgendermaßen unterscheiden:
Für die Herstellung einer Zahnbrücke sind grundsätzlich alle Materialen (mit ihren Vor- und Nachteilen) geeignet, die auch für eine Zahnkrone in Frage kommen.
Da Brücken als Zahnersatz in der Regel eine Krone als Anker benötigen, wird bei der Herstellung von Zahnbrücken das gleiche Material verwendet, wie bei der Herstellung von Kronen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Goldbrücken, Zahnbrücken aus Nicht-Edelmetall (NEM) und Keramikbrücken.
Als fester Zahnersatz muss die Zahnbrücke erhebliche Kaubelastungen aushalten. Je größer die Spanne, desto stabiler muss das Material sein. Klassische Materialien wie Gold oder auch Stahl haben sich bewährt, kommen aber wegen der mangelnden Ästhetik nur noch im hinteren Seitenzahnbereich in Betracht.
Im Vergleich zu anderen Brückenarten, gehören dabei die Zahnbrücken aus Stahl (Nicht-Edelmetall) zu den preiswerteren Versorgungsmöglichkeiten. Das Material ist robust, mundbeständig und deshalb sehr langlebig und haltbar.
Allerdings verträgt nicht jeder „Metalle“ in seinem Körper und wenn die Nachbarzähne mit einem anderen Material, wie z. b. Amalgam versorgt sind, kann es zu Geschmacksstörungen und oberflächlichen Korrosionen kommen.
Gold hingegen bietet neben seiner Stabilität eine ähnliche Härte wie der natürliche Zahnschmelz und fühlt sich deshalb beim Beißen angenehm und natürlich an.
Im Vergleich zu anderen Metallen ist der Preis einer Brücke aus Gold jedoch deutlich höher. Zusätzlich kann der Preis für Gold stark variieren (Goldpreisschwankungen).
Keramik bietet optisch mehr als Gold
Im Frontzahnbereich verwendet der Zahnarzt meist Zahnbrücken aus Vollkeramik (Keramik ohne Metallbasis) oder Metallbrücken mit Keramikverblendungen. Diese lassen sich farblich optimal an die natürlichen Zähne anpassen. Dabei bieten die Verbund-Metall-Keramik-Brücken (VMKs) mehr Stabilität und fügen sind dank der Keramik-Verblendung natürlich in das Zahnbild ein.
Die Keramik-Verblendung ist zwar ästhetisch weniger vom natürlichen Zahn zu unterscheiden, verliert aber gegenüber der Vollkeramik durch die fehlende Lichtdurchlässigkeit (Transparenz).
Vollkeramikbrücken bestehen vollständig aus Keramik. Sie lassen wie ein feines Porzellan das Licht durchschimmern und besitzen eine ebenso feine und glatte Oberfläche. Somit gibt es keinen Unterschied zwischen dem künstlichen und natürlichen Schmelz.
Bei dem verwendeten Zirkon (auch Zirkoniumoxid oder auch Zirkonoxid) handelt es sich um einen sehr belastbaren und bruchstabilen Hochleistungswerkstoff, der äußerst verträglich ist und keine Allergien auslöst.
Zahnbrücken werden in der Regel an den natürlichen Zähnen befestigt. Dazu müssen dann diese sogenannten „Anker“ jeweils mit einer künstlichen Zahnkrone (Verankerungskrone) versorgt werden. Welche Verankerungsform für die Brücke gewählt wird, hängt entscheidend von der Beschaffenheit der Pfeilerzähne ab.
Vollkronen-Brücke
Stark geschädigte Ankerzähne, die auch ohne Brücke überkront werden müssten, machen eine Vollkronen-Brücke erforderlich. Der klassische Ersatz für einen oder mehrere fehlende Zähne ist eine festzementierte Brücke. Die Nachbarzähne, die die Lücke begrenzen, werden hier mit Kronen als Brückenanker versehen.
Inlay-Brücke/Teilkronen-Brücke
Ist einer der Pfeilerzähne nur teilweise geschädigt, kann die Brücke auch an einer Teilkrone, bzw. eines Inlays oder auch eines Onlays befestigt werden. Hier ist es allerdings so, dass die Kauflächen dieser Pfeilerzähne teilweise metall-farbig bleiben und diese Brückenform weniger stabil ist als eine, die die auf Vollkronen getragen wird.
Möglich ist auch, einen der Anker mit einer Vollkrone und den anderen mit einer Teilkrone auszustatten. Diese Brücken-Formen eignen sich sich zur Versorgung von Einzelzahnlücken im Bereich der Frontzähne oder Seitenzähne.
Vorteile:
Nachteile:
Adhäsiv-Brücke / Maryland-Brücke

Frontzahn-Ersatz mithilfe einer Maryland-Brücke
Die Adhäsiv-Brücke, auch Klebebrücken oder Maryland-Brücken genannt, ist eine spezielle Brückenkonstruktion für kleine Zahnlücken. Sie werden mithilfe von Keramikflügeln auf der Rückseite der Nachbarzähne befestigt.
Im Unterschied zu herkömmlichen Brücken müssen die Nachbarzähne kaum beschliffen werden. Die Haftfläche wird zunächst mittels einer Säure-Ätz-Technik angeraut und anschließend wird die Adhäsiv-Brücke mit einem speziellen zahnärztlichen Klebstoff eingegliedert.
Sie werden vorwiegend im Frontzahnbereich und oftmals nur bei Einzelzahnlücken eingesetzt. Voraussetzung hierfür sind kariesfreie Brückenpfeiler-Zähne und ausreichend vorhandener Zahnschmelz, um einen Haftverbund zu schaffen. Bei zu starkem Knirschen oder Pressen, sind Adhäsiv-Brücken ungünstig, weil sie den geklebten Zahnersatz schneller lösen.
Vorteile:
Nachteile:
Teleskop-Brücke
Bei der Teleskop-Brücke handelt es sich um eine Mischform zwischen festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz (kombinierter Zahnersatz).
Teleskop-Brücken werden vor allem dann gewählt, wenn nur noch wenige Zähne im Gebiss vorhanden sind und zu erwarten ist, dass die Pfeilerzähne nicht mehr genügend Stabilität bieten.
Damit sie optimal und fest sitzt, verankert der Zahnarzt sogenannte Teleskop-Kronen (Doppelkronen-Mechanik) auf den Pfeilerzähnen. Dabei werden zuerst die Innenteleskope fest auf die tragenden Pfeilerzähne zementiert. Das herausnehmbare Element besteht aus den Außenteleskopen, die über Zwischenglieder miteinander verbunden sind und so die dazwischenliegende Lücke schließen.
Vorteile:
Nachteile:
Implantat-Brücke

Implantat-Brücke zum Ersatz eines fehlenden Zahnes
Zahnbrücken, die nur an Zahnimplantaten befestigt werden, kommen vor allem bei großen Zahnlücken (mind. 3 fehlende Zähne nebeneinander) zum Einsatz. Im Gegensatz zur normalen Brücke wird sie nicht auf den eigenen Zähnen, sondern auf Implantaten getragen. Auch größere Brücken, die viele Zähne ersetzen sollen, können so versorgt werden. Dafür werden in der Regel mehrere Zahnimplantate gesetzt, über die sich dann eine mehrspannige Brücke zieht.
Vorteile:
Nachteile:
Hybrid-Brücke/Verbund-Brücke
Von einer Hybrid-Brücke (Verbund-Brücke) spricht man, wenn eine Brücke auf einem Implantat und einem natürlichen Zahn verankert ist.
Sie wird eingesetzt, wenn mindestens zwei Zähne nebeneinander fehlen und mindestens einer der Nachbarzähne gesund ist, oder wenn sich die Doppelzahnlücke am Ende der Zahnreiche befindet. Auch wenn die Versorgung in der Fachwelt ein wenig umstritten ist, attestieren wissenschaftliche Untersuchungen einer Brücke aus einem Zahn, einem Implantat und einem Brückenglied sehr gute Langzeitergebnisse. Die Hybrid-Brücke ist in der Regel festsitzend, kann aber auch als bedingt abnehmbar konstruiert werden.
Vorteile:
Nachteile:
Freiend-Brücke
Fehlen am Ende einer Zahnreihe die letzten Backen- und Weisheitszähne, spricht der Zahnarzt von einer Freiendlücke bzw. einer Freiendsituation. Weil es keine natürlichen Pfeilerzähne mehr gibt, an denen das hintere Ende der Zahnbrücke befestigt werden kann, können Freiendbrücken nur schlecht auf konventionelle Art befestigt werden.
Die Freiend-Brücke (auch Extensions- oder Anhänger-Brücke) kann somit nur auf einer Seite befestigt werden und schwebt am anderen Ende frei. Um zusätzlichen Halt zu geben, werden die Pfeilerzähne untereinander verblockt. Das Brückenglied hängt frei an mindestens zwei, besser drei oder mehr miteinander verblockten Kronen.
Vorteile:
Nachteile:
Eine Zahnbrücke besteht aus Pfeilerelementen, also den Elementen, auf denen die Brücke aufsitzt und wird ergänzt um die Elemente zwischen den Pfeilern, den sogenannten Zwischengliedern. Diese unterscheidet man nach der Formgebung:
Die Tangential-Brücke (Auflage-Brücke) stellt eine konventionelle Brücke dar, die vor allem im Bereich der Frontzähne und im Oberkiefer auch der Seitenzähne (als Freiendbrücke) verwendet wird.
Sie können aus Metall, Vollkeramik oder aus mit Keramik verblendetem Material bestehen. Die Zwischenglieder sind herzförmig gestaltet und werden zwischen den Kronen so aufgespannt, dass sie außen linienförmig am Zahnfleisch liegen und innen schräg vom Zahnfleisch weglaufen. Der Effekt ist hierbei, dass sie zwar eng an der Mundschleimhaut liegen, aber keinen Druck auf sie ausüben.
Eine Schwebebrücke ist eine Brücke, die nicht fest auf dem Kiefer aufsitzt, sondern lediglich einen Bogen über der Zahnlücke bildet. Das Brückenglied hat keinen Kontakt zur Mundschleimhaut (ca. 3mm Abstand). Dadurch ist die Schwebebrücke frei Unterspülbar und kann im Gegensatz zur Basisbrücke sehr gut gereinigt werden. Aus ästhetischen Gründen wird die Schwebebrücke nur im unteren Kieferseitenzahnbereich eingesetzt.
Wenn es um ästhetische Gesichtspunkte ginge, so wäre das Ovate Pontic vermutlich die optimalste Lösung. Das Brückenzwischenglied hat eine eiförmige Struktur und „sinkt“ somit ins Zahnfleisch. Voraussetzung für diese Brückenart ist deshalb eine ausreichend vorhandene Schleimhautdicke. Zudem muss der Zahnarzt das Zahnfleisch chirurgisch und/oder mit Hilfe eines Provisoriums auf den Einsatz eines Ovate Pontic vorbereiten. Das macht eine im Ovate Pontic Verfahren angefertigte Variante verhältnismäßig teuer.
Wenn die Zähne, die als Pfeiler dienen sollen nicht mehr gerade, parallel oder zu weit voneinander entfernt stehen, werden Geschiebe-Brücken (geteilte Zahnbrücken) eingesetzt. Das Brückenzwischenglied wird hier nur auf einer Seite am Pfeiler verankert und auf der anderen mittels einem Geschiebe verbunden. Dieses Geschiebe, das aus zwei oder mehreren Teilen besteht, gleicht diesen Unterschied aus und sorgt so für einen einheitliche Richtung.
Heute unterscheidet man meist nur noch zwischen Schwebebrücken und Tangential-Brücken, denn die älteren Brückenformen, wie die Sattelbrücke, die Spaltbrücke oder Brückenzwischen-glieder mit Wurzelfortsätzen finden kaum noch Anwendung. Der Vollständigkeit halber möchten wir sie dennoch kurz erklären:
Die Spaltbrücke hat einen deutlich kleineren Spalt (ca. 1 mm) als die Schwebebrücke und lässt sich dadurch nur sehr schlecht reinigen. Aus diesem Grund kaum wird sie kaum noch verwendet.
Bei einer Sattelbrücke liegen die Brückenglieder – ähnlich wie bei der Tangential-Brücke – sattelförmig auf der Schleimhaut. Durch die nach innen gewölbte Form liegen die Brückenzwischenglieder großflächig auf der Schleimhaut. Diese breite Auflage macht allerdings eine gründliche Reinigung der Brücke fast unmöglich. Deshalb werden diese Brücken nicht bei festsitzendem Zahnersatz verwendet. Sie werden vielmehr als herausnehmbares Element bei Prothesen (Teleskop-Prothese, Teilprothese) einbezogen.
