Kürettage

Was ist eine Kürettage?  

Allgemein bedeutet Kürettage, dass durch mechanische oder chirurgische Instrumente ein Gewebe durch ausschaben oder auskratzen entfernt wird. Man unterscheidet zwischen offener und geschlossener Kürettage.


Kürettage Zahn - Indikation

Eine Kürettage am Zahn wird in der Zahnmedizin meist bei der Diagnose Parodontose / Parodontitis durchgeführt. Die Ursache für die Parodontitis ist meist eine mangelhafte Mundhygiene, durch welche es zu weichen Zahnbeläge (Plaque) und später zu harten Zahnbeläge (Zahnstein / Konkrement) kommt. In diesem Zahnbelag, der sich besonders gut an den Zahnhälsen und in den Zahnzwischenräumen festsetzen kann können dann Bakterien ungestört den Zahnschmelz und das Zahnfleisch angreifen. Dadurch entstehen dann Zahnfleischentzündungen (Gingivitis). Wird dann Zahnstein und Plaque nicht regelmäßig entfernt und bleiben die Zahnfleischentzündungen über längere Zeit unbehandelt, kommt es zum Zahnfleischrückgang. Bilden sich im Zuge der Zahnfleischentzündung dann Zahnfleischtaschen die größer als 5mm sind, spricht man von einer Parodontose bzw. Parodontitis.

Sobald die Gingivitis in eine Parodontitis mit Zahnfleischtaschen übergegangen ist, ist eine Selbsttherapie durch Verhaltensänderung, Intensivierung der Mundhygiene etc. nicht mehr alleinig ausreichend. Sobald Zahnfleischtaschen vorliegen ist somit auch der Zahnarzt an der Therapie beteiligt. Dieser wird dann je nach Schweregrad der Parodontose eine offene Kürettage, oder eine geschlossene Kürettage durchführen.


Kürettage Behandlungsablauf

Geschlossene Kürettage

Ist die Zahnfleischtaschentiefe noch unter 6mm, wird meist erst eine geschlossene Kürettage durchgeführt. Diese stellt noch keinen operativen Eingriff dar und ist gewebeschonend. Hierbei werden die Zahnfleischtasche (Zahnhälse und Zahnfleisch) gründlich von allen Zahnbelägen, Zahnstein, Konkrement befreit. Dies geschieht mit speziellen Parodontalinstrumenten, wie z.B. kleine Handgeräte (Küretten), Laser und Ultraschallgeräte zum Einsatz. Die geschlossene Kürettage ist schmerzarm, da kein Skalpell benötigt wird und es dadurch auch zu keinen Wundheilungsschmerzen im Anschluss der Behandlung kommt. Zusätzlich wird meist während der Behandlung eine örtliche Betäubung durchgeführt. Ergänzend können noch im Anschluss zur geschlossenen Kürettage Perio Chips eingesetzt werden, welche eine desinfizierende Wirkung haben und helfen die Zahnfleischentzündungen zum abheilen zu bringen. Die geschlossene Kürettage Behandlung dauert ca. 60 Minuten.

Offene Kürettage

Haben sich schon sehr tiefe Zahnfleischtaschen gebildet (größer als 6mm), oder sind die befallenen Zahnhälse schwer zugänglich, wird es leider oftmals nötig eine offene Kürettage durchzuführen.

Bei dieser wird das Zahnfleisch mittels Skalpell aufgeschnitten und aufgeklappt. Der freigelegte Zahnhals und die freigelegte Zahnwurzel kann dann gründlich unter Sicht gereinigt werden. Zusätzlich wird Granulationsgewebe (erkranktes Gewebe) entfernt. Im Anschluss an die Behandlung wird dann das Zahnfleisch wieder verschlossen. Da durch die Öffnung des Zahnfleisches eine Wundstelle entstanden ist, ist es in den folgenden Tagen besonders wichtig auf eine gute Mundhygiene zu achten. Gründliches Zähneputzen, desinfizierende Mundspülungen, bestenfalls nicht Rauchen etc. Auch hier beträgt die Behandlungsdauer ca. 60 Minuten.

Offene Kürettage Indikation

Die offene Kürettage, welche auch Lappenoperation genannt wird wird in der Zahnmedizin meist bei der Diagnose Parodontose / Parodontitis durchgeführt.

Die Parodontose entsteht meist durch eine mangelhafte Mundhygiene (zu weniges bzw. nicht richtiges Zähne putzen, keine Zahnseide, rauchen etc.). Durch diese bilden sich auf den Zähnen und Zahnhälsen vermehrt Zahnbeläge. Werde diese dann nicht regelmäßig gründlich entfernt, verhärten sich diese zu Zahnsein (oberhalb des Zahnfleisches) und Konkrement (unterhalb des Zahnfleisches). Diese Bereiche sind dann der ideale Ort für Bakterien um sich zu vermehren und Zahnschmelz und Zahnfleisch anzugreifen. Es bilden sich Zahnfleischentzündungen (Gingivitis). Bleibt diese Zahnfleischentzündung auf Dauer unbehandelt, kommt es zum Zahnfleischrückgang und die Parodontitis ist entstanden.

Sobald die Gingivitis in eine Parodontitis mit der Bildung von Zahnfleischtaschen übergegangen ist, ist eine Selbsttherapie durch Verhaltensänderung, Intensivierung der Mundhygiene etc. nicht mehr alleinig ausreichend. Der Zahnarzt wird die Parodontitis nach ihrem Schweregrad einteilen. Ist die Zahntaschentiefe schon weiter fortgeschritten, über 6mm, ist die Behandlung mit einer geschlossenen Kürettage nicht mehr ausreichend und es wird eine offene Kürettage notwendig.


 

Offene Kürettage Schmerzen und Risiken

Da es sich bei der offenen Kürettage um eine kleine Operation, mit Eröffnung des Zahnfleisches handelt, ist diese Behandlung natürlich mit mehr Risiken verbunden, als die geschlossene Kürettage. Sowohl während, als auch nach der Behandlung kann es natürlich zu Schmerzen im Wundbereich kommen. Diese können aber während der Behandlung durch eine Betäubung und nach der Behandlung mit Schmerzmittel in den Griff bekommen werden.

Zusätzlich kann es im Wundbereich natürlich auch zu Blutungen und/ oder Schwellungen kommen. Diese können eingedämmt werden, indem die Stelle die ersten 1-2 Tage gekühlt wird und auf körperliche Anstrengung und Genussmittel wie rauchen und Alkohol verzichtet wird.

 

Indikation der geschlossenen Kürettage

Eine geschlossene Kürettage wird in der Zahnmedizin meist bei der Diagnose Parodontose / Parodontitis durchgeführt.

Die Parodontose entsteht meist durch eine mangelhafte Mundhygiene (zu weniges bzw. nicht richtiges Zähne putzen, keine Zahnseide, rauchen etc.). Durch diese bilden sich auf den Zähnen und Zahnhälsen vermehrt Zahnbeläge. Werde diese dann nicht regelmäßig gründlich entfernt, verhärten sich diese zu Zahnstein (oberhalb des Zahnfleisches) und Konkrement (unterhalb des Zahnfleisches). Diese Bereiche sind dann der ideale Ort für Bakterien um sich zu vermehren und Zahnschmelz und Zahnfleisch anzugreifen. Es bilden sich Zahnfleischentzündungen (Gingivitis). Bleibt diese Zahnfleischentzündung auf Dauer unbehandelt, kommt es zum Zahnfleischrückgang und die Parodontitis ist entstanden.

Sobald die Gingivitis in eine Parodontitis mit der Bildung von Zahnfleischtaschen übergegangen ist, ist eine Selbsttherapie durch Verhaltensänderung, Intensivierung der Mundhygiene etc. nicht mehr alleinig ausreichend. Der Zahnarzt wird die Parodontitis nach ihrem Schweregrad einteilen. Liegt eine leichte bis mittelschwere Parodontitis vor (Zahntaschentiefe bis ca. 6mm) ist meist eine geschlossene Kürettage ausreichend.


 

Geschlossene Kürettage Risiken und Nebenwirkungen

Da die geschlossene Kürettage gewebeschonend durchgeführt wird, ist sie besonders schmerzarm. Da kein Skalpell o.ä. verwendet wird, kann es nicht zu Wundheilungsstörungen, stärkeren Blutungen o.ä. kommen. Während der Behandlung kann es zu leichtem Zahnfleischbluten, oder einem Druckgefühl kommen.

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