Zahnzusatzversicherung für
laufende / angeratene Behandlung

  • Ab wann spricht man von einer laufenden Behandlung?
  • Was ist von der ERGO Zahnersatz Sofort zu halten?
  • Was bedeutet "ohne Wartezeit" oder "ohne Gesundheitsprüfung"?
Autor: Maximilian Waizmann - Experte Zahnzusatzversicherung

Maximilian Waizmann | Versicherungsfachmann BWV

Viele Menschen erkennen den Nutzen einer Absicherung erst, wenn Ihnen der Zahnarzt eröffnet, dass Sie Zahnersatz oder andere Behandlungen benötigen. Eine der häufigsten Fragen ist sicherlich, ob man eine Zahnzusatzversicherung abschließen kann, wenn bereits eine Behandlung angeraten oder geplant ist. So oder so ähnlich beginnt vermutlich etwa jedes zweite Beratungsgespräch.

Klarer Fall: Sie benötigen dann eine Zahnzusatzversicherung, die sofort greift.

Man kann in einem solchen Fall zwar viele Versicherungen abschließen. Doch Leistungen für angeratene oder geplante Behandlungen gibt es nur bei wenigen Tarifen. Im folgenden Beitrag erläutern wir Ihnen genau, wann man von einer angeratenen Maßnahme spricht und ob sich eine Versicherung dann noch lohnt.

Frau beim Zahnarzt mit Röntgenbild

Zahnzusatzversicherung laufende / geplante Behandlungen - Checkliste

  • Die meisten Tarife leisten nicht für angeratene oder geplante Behandlungen!
  • Tarife "ohne Wartezeit" oder "ohne Gesundheitsfragen" schließen laufende Behandlungen aus
  • Ausnahmen gibt es: die ERGO Zahnersatz Sofort und die UKV Zahnprivat Premium
  • mit ERGO Zahnersatz Sofort lässt sich der Festzuschuss für geplanten Zahnersatz verdoppeln
  • mit der UKV lassen sich angeratene Implantate für max. 3 fehlende Zähne versichern

Zahnersatz Behandlung angeraten - diese Zahnzusatzversicherungen leisten noch

Wer vor einer geplanten Behandlung mit Zahnersatz steht, hat unter Umständen folgende Möglichkeiten, um sich noch abzusichern:

 

1. ERGO Zahnersatz Sofort (ZEZ) - doppelter Festzuschuss für angeratenen Zahnersatz

Sicherlich hat hier jeder schon mal die Werbung der ERGO Zahnzusatzversicherung im Fernsehen oder Internet gesehen: "Die Versicherung für Zahnersatz, die man auch dann noch abschließen kann, wenn es eigentlich schon zu spät ist." Die ERGO ist in der Tat die einzige Versicherung, die uneingeschränkt für Zahnersatz leistet, wenn die Behandlung bereits vor Abschluss der Versicherung vom Zahnarzt angeraten oder empfohlen worden ist. Wohlgemerkt gilt diese Werbeaussage allerdings NUR für den Tarif Zahnersatz Sofort.

Versichern kann man bei der ERGO im Prinzip jede Art von Zahnersatzbehandlung, egal ob es um Kronen, Brücken oder Prothesenversorgungen geht. Wichtig ist nur, dass es einen Festzuschuss von der gesetzlichen Krankenkasse gibt. Denn die ERGO verdoppelt in diesem Tarif genau diesen Festzuschuss von der gesetzlichen Krankenkasse.

Speziell für Implantate leistet die ERGO ZEZ daher nicht bzw. nur indirekt - außer eben, es gibt für die Gesamtbehandlung einen Festzuschuss, dann wird dieser von ERGO verdoppelt.

Der ERGO Sofortschutz kostet monatlich 33,90 Euro und man muss mindestens 24 Monate im Tarif versichert bleiben. Ob sich die Versicherung lohnt, hängt also von der Höhe des zu erwartenden Festzuschusses ab. Ist der Zuschuss höher als die Beiträge, die man während der Mindestlaufzeit von 2 Jahren bezahlt (813,60 Euro), dann macht man mit dieser Versicherung zumindest etwas Gewinn und der Abschluss wäre empfehlenswert.

Bei der ERGO darf sogar vor Vertragsabschluss ein Heil- und Kostenplan erstellt worden sein - dieser darf bei Versicherungsbeginn lediglich nicht älter als 6 Monate sein und es muss sich um die erstmalige Planung handeln. Wer also für eine geplante Behandlung schon vor längerer Zeit (mehr als 6 Monate) einen Kostenplan aufstellen ließ und nicht realisiert hat, für den kommt die ERGO nicht mehr in Betracht.

--> hier finden Sie alle Infos zum Tarif: ERGO Zahnersatz Sofort (ZEZ)

 

2. UKV Zahnprivat Premium - Zahnzusatzversicherung bei angeratener Implantatbehandlung

Die UKV Zahnzusatzversicherung leistet auch für eine angeratene oder geplante Behandlung mit Implantaten! Die UKV kann man allerdings nur für einen bestimmten Sonderfall abschließen, und zwar wenn 1, 2 oder 3 Zähne fehlen oder gezogen werden sollen und man Zahnersatz plant. Auch hier darf bereits ein Kostenplan für Zahnersatz aufgestellt worden sein.

Wichtig ist allerdings: gemäß Annahmerichtlinien der UKV darf neben dem Ersatz der maximal 3 fehlenden Zähne sonst keine weitere Zahnersatzbehandlung oder Wurzelbehandlung angeraten, geplant oder beabsichtigt sein (ansonsten würde die UKV den Antrag ablehnen).

Die UKV leistet auch ohne Wartezeit für Implantate, und das auch nach kurzer Zeit schon relativ viel. Die Leistung beträgt im 1. Kalenderjahr bis zu 900 Euro, und in den ersten 2 Kalenderjahren bis zu 2.700 Euro. Kalenderjahr bedeutet, dass das zweite Jahr bereits am 1. Januar des Folgejahres beginnt - wer also zum Beispiel zum 1.6. eines Jahres abgeschlossen hat, wäre bereits nach einem halben Jahr im 2. Jahr und könnte bereits nach kurzer Zeit bis zu 2.700 Euro Leistung in Anspruch nehmen.

Die UKV leistet auch für Implantate, selbst wenn sich die gesetzliche Krankenkasse nicht an den Kosten beteiligt. Die Tarifleistung beträgt im Zahnprivat Premium 90%.

--> hier finden Sie alle Infos zum Tarif: UKV Zahnprivat Premium

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Zahnzusatzversicherung - angeratene Behandlung versichern - ERGO vs. UKV

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UKV ZahnPrivat Premium ERGO ZEZ
Tarifname ZahnPrivat Premium ZEZ
Monatsbeitrag 0,00 € 0,00 €
Online-Abschluss SOFORT-ABSCHLUSS » SOFORT-ABSCHLUSS »
Angebot Angebot anfordern » Angebot anfordern »
Kalkulation ohne Altersrückstellung   Beitrag steigend ohne Altersrückstellung   Beitrag steigend
Beiträge
AlterBeitrag
0-1919,79 €
20-2916,64 €
30-3926,85 €
40-4940,68 €
50-5953,42 €
60-10066,03 €
AlterBeitrag
0-2022,40 €
21-10033,90 €
Finanztest Stiftung Warentest - Finanztest Logo Sehr Gut (1,0) Stiftung Warentest - Finanztest Logo Sehr Gut (0,0)
Leistungen Zahnersatz im Überblick
Implantate & Zahnersatz 90% Verdoppelung Festzuschuss
Funktionstherapie Ja Nein
Knochenaufbau Ja Nein
Verblendungen Ja bis Zahn 8 Nein
Inlays 90% Nein
Leistungen Prophylaxe & Zahnbehandlung
Professionelle Zahnreinigung 90% max. 108€ pro Jahr Nein
Versiegelung 90% max. 108€ pro Jahr Nein
Füllungen 90% Nein
Wurzelbehandlung 90% Nein
PA-Behandlung 90% Nein
Wartezeiten für Leistungen
Zahnersatz Keine Wartezeit Keine Wartezeit
Zahnbehandlung Keine Wartezeit Keine Leistung
Prophylaxe Keine Wartezeit Keine Leistung
Kieferorthopädie Keine Wartezeit Keine Wartezeit
Allgemeine Bedingungen & Leistungsdetails
Anfängliche Leistungsstaffel ˆ Ja, die Leistungen im Tarif UKV ZahnPrivat Premium sind während der ersten Jahre nach Abschluss in der Höhe eingeschränkt (Summenstaffel).

Zahnersatz, Zahnbehandlung, KFO:

Für die Leistungsbereiche Zahnersatz, Zahnbehandlung, KFO sind die maximalen Leistungen anfänglich begrenzt auf:

1. Versicherungsjahr900€
1. - 2. Versicherungsjahr2.700€
1. - 3. Versicherungsjahr5.400€
1. - 4. Versicherungsjahr8.100€

Als Versicherungsjahr für die Begrenzungen gilt das Kalenderjahr. Das bedeutet, das 1. Versicherungsjahr beginnt mit dem in der Police angegebenen Versicherungsbeginn und endet dann am 31.12. des laufenden Jahres (das 1. Versicherungsjahr ist somit kürzer als ein volles Jahr, sofern der Versicherungsbeginn unterjährig war).

Sofern Behandlungen auf einen nachweislich nach Abschluss der Versicherung eingetretenen Unfall zurückzuführen sind, entfällt die Begrenzung!

ˆ Nein, die tariflichen Leistungen stehen direkt nach Abschluss der Versicherung in voller tariflicher Höhe zur Verfügung – es gibt keine besondere „Zahnstaffel“ oder Summenbegrenzung während der ersten Versicherungsjahre.

Labor- / Materialpreisliste Nein Nein
Monatsbeitrag 0,00 € 0,00 €
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Diese geplanten Behandlungen können Sie nicht mehr mit versichern

Leider gibt es nicht für jede geplante Behandlung eine sinnvolle Versicherung. Im letzten Abschnitt haben wir erläutert, welche 2 Möglichkeiten es gibt, angeratene oder geplante Zahnersatzbehandlungen bei der ERGO ZEZ und bei der UKV zu versichern.

Nicht versicherbar sind folgende angeratene / geplante Behandlungen:

  • Kind mit Zahnfehlstellung - angeratene oder geplante kieferorthopädische Behandlung / Zahnspange
  • Zahnfehlstellung bei Erwachsenen - geplante Spange zur Kieferkorrektur
  • Inlays oder Füllungen müssen neu gemacht werden
  • geplante Wurzelbehandlung / Parodontosebehandlung
  • geplante Behandlung mit Veneers (egal ob aus funktionellen oder optischen Gründen)
  • notwendige Schienentherapie (z.B. DROS-Schiene o.Ä.)

Nicht sinnvoll / möglich ist der Abschluss von ERGO ZEZ oder UKV in folgenden Situationen:

  • bis zu 3 fehlende Zähne - zusätzlich sind jedoch weitere Zahnersatzbehandlungen (z.B. Kronen) oder Wurzelbehandlungen notwendig (UKV würde den Antrag in diesem Fall ablehnen)
  • mehr als 3 fehlende / zu ziehende Zähne (UKV würde ablehnen - ERGO ZEZ wäre möglich)
  • geplanter Zahnersatz ist nicht besonders umfangreich, z.B. nur eine oder zwei Kronen geplant (ERGO ZEZ wäre zwar möglich, aber nicht sinnvoll, weil der zu erwartende Zuschuss sehr gering wäre und sich der Abschluss nicht lohnt)
  • Heil- und Kostenplan älter als 6 Monate (ERGO ZEZ würde nicht leisten)

Ab wann gilt eine Behandlung als laufend oder angeraten?

Eine wichtige Frage, die sich viele Menschen stellen: Ab wann gilt eine Behandlung überhaupt als laufend oder angeraten?

Kurze Antwort:

Sobald eine Versicherung nachweisen kann, dass der relevante Befund, der einer Behandlung zugrunde lag, schon vor Abschluss vom Zahnarzt diagnostiziert worden ist, kann man von einer laufenden oder angeratenen Behandlung sprechen. In aller Regel ist das dann der Fall, wenn der Zahnarzt eine Diagnose in der Patientenakte schriftlich vermerkt.

 

Ausführliche Antwort:

Im klassischen Sinne schließen die meisten Versicherungen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) einen bei Vertragsabschluss "laufenden Versicherungsfall" von der Leistungspflicht aus. Gemäß Definition zählt als Versicherungsfall die medizinisch notwendige Heilbehandlung der zu versichernden Person.

Im Sinne gängiger Rechtsprechung beginnt dieser Versicherungsfall mit der ärztlichen Heiltätigkeit. Allerdings nicht erst dann, wenn die eigentliche Behandlung durchgeführt wird, sondern schon in dem Moment, wo der Zahnarzt den ersten Befund stellt, welcher der Heilbehandlungsmaßnahme zugrunde liegt. Das gilt auch für Befunde, die in dem Moment noch nicht akut behandlungsbedürftig sind, wo eine Behandlung z.B. noch hinausgezögert werden kann.

Dazu ein Beispiel für einen laufenden Versicherungsfall

Der Zahnarzt stellt bei seiner Vorsorgeuntersuchung eine kariöse Stelle an einem Zahn fest. Der Patient hat keine akuten Schmerzen und Zahnarzt und Patient einigen sich darauf, diesen Zahn unter Beobachtung zu stellen. Der Zahnarzt notiert den Befund in der Patientenakte.

--> erst ein Jahr später wird dieser Zahn mit einer Kunststofffüllung versorgt

Doch der Versicherungsfall hat allerdings schon mit der Diagnose der Kariesstelle begonnen. Man spricht im fachlichen Sinne auch von einem sogenannten "gedehnten" Versicherungsfall.

Wenn eine Zahnzusatzversicherung erst nach dieser Diagnosestellung abgeschlossen wird, würde der Versicherer mit Hinweis auf den Ausschluss laufender Versicherungsfälle die Leistung verweigern.

 

Woher weiß die Versicherung von einer angeratenen oder geplanten Behandlung

Zu den vertraglichen Verpflichtungen (sogenannten Obliegenheiten) des Versicherungsnehmers gehört es auch, dem Versicherer zu ermöglichen, seine Leistungsverpflichtung zu überprüfen.

Ob ein Versicherungsfall vor oder nach Vertragsabschluss eingetreten ist, kann die Versicherung nur anhand ärztlicher Unterlagen prüfen. Als Versicherungsnehmer hat man damit die Verpflichtung, dem Versicherer Zugang zu diesen Informationen zu ermöglichen.

Das kann entweder im Rahmen einer Arztanfrage mit Schweigepflichtentbindung erfolgen, d.h. der Versicherungsnehmer entbindet schriftlich den Zahnarzt von seiner ärztlichen Schweigepflicht und die Versicherung fragt anschließend selbstständig die benötigten Informationen beim Zahnarzt ab.

Alternativ hat der Versicherungsnehmer auch das Recht, die benötigten Informationen selbst beizubringen. Der Versicherer schickt dann seine Anfrage direkt an den Versicherungsnehmer, der damit die benötigten Informationen von seinem Zahnarzt einholen kann.

Wer jetzt denkt, ich wechsel einfach den Zahnarzt und gehe woanders hin, der übersieht leider, dass dadurch das Problem einer angeratenen Behandlung nicht verschwindet. Der Versicherer will natürlich wissen, wo man vor Vertragsabschluss beim Zahnarzt war. Zum einen besteht die vertragliche Pflicht, dem Versicherer hier wahre Angaben zu machen. Zum anderen lässt sich das vermutlich auch über eine Anfrage an die gesetzliche Krankenkasse herausfinden, die ja Informationen über abgerechnete Arztbesuche speichert.

In dieser Situation fragt man sich: kann man eine Zahnzusatzversicherung nachträglich abschließen?

 

Was bedeutet beabsichtigte oder geplante Behandlung?

Im Rahmen von Gesundheitsfragen, die im Antrag für eine Zahnzusatzversicherung beantwortet werden müssen, wird häufig auch nach "geplanten" oder "beabsichtigten" Behandlungen gefragt. Viele fragen sich, was das konkret bedeutet. Ab wann kann man von einer "Absicht" oder einem "Plan" sprechen?

Klar abgrenzbar ist natürlich eine Behandlung, die bereits konkret mit dem Zahnarzt besprochen und geplant wurde. Unerheblich ist es dabei, ob bereits ein schriftlicher Heil- und Kostenplan aufgestellt worden ist oder nicht. Bereits konkrete Besprechungen, die aufgrund einer notwendigen Versorgung mit dem Zahnarzt erfolgt sind, zählen klar als geplante Behandlung, wenn dies durch einen Eintrag in der Patientenakte nachvollziehbar ist.

Im Falle des Auskunftsersuchens durch die Versicherung müsste der Zahnarzt dem Versicherer gegenüber wahre Angaben machen und Pläne bezüglich einer in Planung befindlichen Behandlung offenlegen.

Nicht ganz eindeutig ist hingegen, wann von einer "beabsichtigten" Behandlung zu sprechen ist. Als Versicherungsnehmer sind Sie verpflichtet, dem Versicherer gegenüber im Antrag wahrheitsgemäß zu antworten. Fragt Sie der Versicherer im Antrag, ob eine Behandlung "beabsichtigt" ist, müssten Sie ihn über jegliche Absicht informieren, auch wenn Sie darüber noch gar nicht mit dem Zahnarzt gesprochen haben.

Von einer beabsichtigten Behandlung könnte man beispielsweise in den folgenden Fällen sprechen:

  • Sie haben Zahnschmerzen und möchten sich in ärztliche Behandlung begeben
  • Sie sind mit einer herausnehmbaren Prothese versorgt und möchten sich mit festsitzendem Zahnersatz versorgen lassen (z.B. mit Implantaten)
  • eine Füllung oder ein Inlay ist herausgebrochen und muss offensichtlich neu versorgt werden
  • Sie haben einige ältere Amalgamfüllungen, die Sie gegen Kunststofffüllungen oder Keramikinlays ersetzen lassen möchten (z.B. aus ästhetischen Gründen oder weil Sie davon ausgehen, dass Amalgam schädlich ist)

Ob eine "Absicht" durch den Versicherer bewiesen werden könnte, ist hingegen fraglich. Schließlich sind wir noch nicht so weit, dass man jemandem in den Kopf schauen könnte. Dennoch besteht natürlich die Pflicht, die Antragsfragen wahrheitsgemäß zu beantworten.

 

Maximilian Waizmann
Experten-Tipp - laufende, geplante oder angeratene Behandlung?

»Sollte Ihnen unklar sein, ob der Zahnarzt bei Ihnen bereits Behandlungen angeraten hat, sollten Sie zunächst Ihren Zahnarzt kontaktieren und erfragen, was genau er in Ihrer Patientenakte notiert hat. Wir beraten Sie gerne, inwieweit der bestehende Befund relevant ist und ob eine Zahnzusatzversicherung noch möglich ist."

 

Waizmann
Maximilian Waizmann

Alternativen trotz angeratener Behandlung

Doch was tun, wenn die angeratene Behandlung nicht mehr sinnvoll versichert werden kann? Viele legen dann das Thema Zahnversicherung ad acta und schließen keine Versicherung ab. Kann man machen - doch dann steht man wahrscheinlich einige Jahre später wieder vor genau demselben Problem.

Daher unser Tipp: denken Sie langfristig. Nehmen Sie die aktuelle Situation zum Anlass, das Thema Zahnzusatzversicherung anzugehen und sichern Sie sich langfristig gut ab. Es gibt viele Tarife, die man trotz einer aktuell laufenden Behandlung abschließen kann. Die laufende Behandlung wird dann zwar nicht bezahlt, doch man kann ja nie wissen. Die nächste teure Behandlung beim Zahnarzt kommt sicherlich - beim einen früher, beim anderen später.

Nachfolgend eine Auswahl guter Tarife, die man auch bei laufender Behandlung abschließen kann:

  • Die Bayerische Zahn Prestige
  • Deutsche Familienversicherung Zahnschutz Exklusiv 100
  • Gothaer MediZ Duo
  • ERGO ZAB+ZAE+ZBB+ZBE
  • Universa Dent Privat

 

Behandlung vor Abschluss einer Zahnzusatzversicherung durchführen lassen

Sofern die anstehenden Behandlungen nicht besonders umfangreich sind und innerhalb einer überschaubaren Zeitdauer (z.B. 1-2 Monate) abgeschlossen werden können, könnte man auch überlegen, den Abschluss einer Zahnversicherung etwas zu verschieben und zuerst die Behandlungen durchführen zu lassen.

Der Vorteil: Sie haben dann unter Umständen eine größere Auswahl an möglichen Tarifen. Denn während einer laufenden Behandlung lehnen einige Versicherer die Antragstellung ab bzw. stellen den Antrag zurück. Problematisch ist eine laufende Behandlung z.B. bei der Barmenia, der UKV oder der AXA. Sollten Sie an einem dieser Anbieter interessiert sein, sollten geplante Behandlungen erst vollständig abgeschlossen sein, bevor man einen Antrag stellt.

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